Antrag im Sozialausschuss Grüne wollen einen „Gesundheitskiosk“ in Wuppertal

Wuppertal · Die Grünen schlagen vor, in Wuppertal einen „Gesundheitskiosk“ einzurichten. Ein entsprechender Prüfauftrag wurde im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit allerdings vertagt.

 Marcel Gabriel-Simon.

Marcel Gabriel-Simon.

Foto: Grüne/Guido von Wiecken

„Wir freuen uns, dass die Verwaltung bereits konkret über die Einrichtung eines Gesundheitskiosks nachdenkt. Vorgeschlagen haben wir, dass die Verwaltung prüfen soll, ob es finanziell und personell möglich ist, einen Gesundheitskiosk in Wuppertal zu eröffnen. Es gibt sie mittlerweile in vielen Kommunen, 1.000 sollen es laut Bundesgesundheitsminister Lauterbach deutschlandweit werden“, so der sozialpolitische Sprecher Marcel Gabriel-Simon.

Insbesondere in finanziell bzw. sozial benachteiligten Quartieren sei ein Gesundheitskiosk „eine sehr sinnvolle Ergänzung im Rahmen der Gesundheitsberatung“. Sie ermöglichen laut Grünen den Menschen „ein niedrigschwelliges Beratungsangebot zu gesundheitlichen und sozialen Themen. Sie vermitteln medizinische Behandlungen, beraten, klären auf und erledigen einfache Routineaufgaben vor Ort, wie zum Beispiel Blutdruck- und Blutzuckermessungen und das Wechseln von Verbänden.“

Durch die Kioske erfolge eine Kooperation zwischen Ärztinnen und Ärztinnen, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen: „Krankenhäuser werden entlastet, das belegen die Untersuchungen in den Gemeinden, wo es bereits Kioske gibt (zum Beispiel Aachen, Hamburg). Nach den ersten Modellprojekten, die gemeinsam mit den örtlichen Gesundheitsämtern und den AOK Regionaldirektionen initiiert wurden, wird bald auch Solingen ein Gesundheitskiosk starten. Diese Erfahrungen aus der Nachbarstadt sollten auf Wuppertal übertragen werden.“