Führung über den Unterbarmer Friedhof „Millionenallee“ und weitere Geschichten

Wuppertal · Von den zahlreichen Wuppertaler Begräbnisstätten ist der 16 Hektar große Unterbarmer Friedhof eine der größten und interessantesten. Anlässlich des Tag des Friedhofs am 17. September 2023 findet dort ab 15 Uhr eine rund 90-minütige Führung statt.

 Blick auf den Unterbarmer Friedhof.

Blick auf den Unterbarmer Friedhof.

Foto: Museum Industriekultur Wuppertal/Christoph Grothe

Gegründet 1822, war er der „Familienfriedhof“ der Textilfabrikantenfamilie Engels. Geistiger Vater war Johann Caspar Engels (1753-1821), Gründer der Vereinigten Evangelischen Kirchengemeinde Unterbarmen und Großvater von Friedrich Engels.

Nicht nur die Grabstätten der Familie Engels sind zu sehen, auch die Gemeindepfarrer und Engels‘ zahlreiche wohlhabende Verwandtschaft ließen sich hier beerdigen. Die Familien Schuchard, Wittenstein, Bredt, Molineus, Jäger, Toelle, Ibach und andere mehr haben sich hier mit Grabdenkmälern verewigt.

Zeugnisse des Wohlstands und Geschmacks der Wuppertaler Industriellenfamilien sind vor allem die opulenten Grabstellen auf der „Millionenallee“. Die schlichten Gräber des charismatischen Religionsführers Ignaz Lindl (1774-1845) und des bedeutenden Sozialdemokraten Alfred Dobbert (1897-1975) erzählen ganz andere, nicht minder interessante Geschichten.

Das Museum Industriekultur Wuppertal (MIT) bietet eine 90-minütige Führung über den Unterbarmer Friedhof an, die die Friedhofsanlage und individuelle Gräber vorstellt und dessen Geschichte(n) beleuchtet. Treffpunkt ist Eingang des Friedhofs (Am Unterbarmer Friedhof 16).

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