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Wuppertaler Kinder werben für UN-Kinderrechtskonvention

Im Rathaus : Rotter Kinder werben für UN-Kinderrechtskonvention

Zehn Schülerinnen und Schüler der Grundschule Thorner Straße haben die Kinderrechte deutlich sichtbar ins Rathaus gebracht. Mit großen Plakaten, auf denen einzelne Kinderrechte zu lesen sind, besuchten sie Oberbürgermeister Andreas Mucke in dessen Dienstzimmer.

Anlässlich von 30 Jahren UN-Kinderrechtskonvention hatten die zehn als Streitschlichter engagierten Kinder sich mit ihrer Schulsozialarbeiterin Nadine Flues mit dem Thema beschäftigt. Zum Tag der Kinderrechte hatten sie den fast 300 Kindern ihrer Grundschule und deren 23 Lehrerinnen und Lehrern die Rechte präsentiert. Jetzt wollten sie ihr Anliegen auch in die Öffentlichkeit und ins Rathaus tragen.

Oberbürgermeister Andreas Mucke: „Ich finde das eine sehr gute Aktion. Trotz aller Fortschritte ist es leider immer noch notwendig, dass wir uns die Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte der Kinder immer wieder bewusst machen und sie im Alltag mit Leben füllen. Noch immer ist es längst nicht so, dass tatsächlich alle Kinder die gleichen Rechte und Lebensbedingungen haben. Aber wir arbeiten in Wuppertal daran, die Situation für Kinder und Familien zu verbessern: Die frühen Hilfen und vielen Projekte unterstützen Kinder und ihre Familien im Alltag, an unseren Schulen, in der Betreuung, mit den Angeboten der kulturellen Jugendbildung und vielem mehr tun wir in ganz unterschiedlichen Bereichen viel, damit die Kinder unserer Stadt zu ihren Rechten kommen. Es gibt sogar ein Kinderparlament und natürlich den Jugendrat. Gerade hat unser Jobcenter eine Aktion gestartet, die auf das Recht aufmerksam macht, das Familien mit kleinem Einkommen ein Recht auf Bildung und Teilhabe haben. Sie können die Finanzierung von Nachhilfe und Klassenfahrten, von Sportkursen und Musikunterricht beantragen - und das ganz einfach. Kinder und ihre Familien sollten das unbedingt nutzen!“ Aber auch die Bundespolitik müsse ihre Hausaufgaben machen und die Kinderrechte endlich im Grundgesetz verankern, so Mucke.