1. Stadtteile
  2. Nordstadt - Ostersbaum

Fair gehandelte Früchte​: Ölberg-Hub startet Orangen-Aktion​

Fair gehandelte Früchte : Ölberg-Hub startet Orangen-Aktion

Pünktlich zur Adventszeit will der Wuppertaler „Ölberg-Hub“ ein Zeichen gegen moderne Sklaverei in der Orangenproduktion Süditaliens setzen. Die Aktion mit dem Titel „Süß statt bitter!“ richtet den Fokus „auf die unmenschlichen Bedingungen, unter denen rund 2.000 Wanderarbeiter und Geflüchtete während der Winterzeit in Süditalien arbeiten müssen“.

Die Orangen-Ernte, die in der Region Süditaliens Hochkonjunktur hat, werde von den Wanderarbeitern „unter knochenharten Bedingungen“ durchgeführt: „Trotz ihres Einsatzes erhalten sie lediglich einen Hungerlohn von etwa 35 Euro für einen langen Arbeitstag. Die Lebensumstände in den nasskalten Wintermonaten sind erbärmlich – die Arbeiter müssen in Zelten, Containern und Hütten hausen.“

„Es ist erschreckend, dass solche menschenunwürdigen Zustände überhaupt möglich sind. Ob Zitronen, Tomaten, Paprika oder Oliven – all das Obst und Gemüse wird von ‚Sklaven‘ geerntet“, so Gaby Schulten (Mitglied des „Ölberg-Hubs“). Besonders besorgniserregend sei, dass es sich häufig um Geflüchtete aus afrikanischen Ländern handele und kaum jemand sich für ihr Schicksal zu interessieren scheine.

Im Rahmen der Aktion „Süß statt bitter!“ werden ab dem 30. November 2023 „öko-solidarische Orangen“ der genossenschaftsähnlichen Initiative „SOS Rosarno“ aus Kalabrien im „Ölberg-Hub“ verkauft: „Die Bauern erhalten faire Preise, und die Wanderarbeiter Mindestlohn und Sozialversicherung.“

  • Symbolbild.
    Nordstadt : Turnhalle Reiterstraße muss gesperrt bleiben
  • Seit 25 Jahren : „Ostersbaumer Lichterwege“ trotzen dem Sturm
  • Die Werke, die ins Fenster kommen.
    Aktion am Dienstag : Grundschule Opphof begrüßt die „Lichterwege“-Gäste

Ein Teil des Erlöses aus der Aktion fließt in die Arbeit von „Mediterranean Hope“, einem kirchlichen Flüchtlingsprogramm in Süditalien. Die Spenden werden genutzt, um die Fahrräder der Wanderarbeiter mit Lampen auszustatten: „Diese sind dringend notwendig, da die Arbeiter in den unbeleuchteten Straßen zu den Plantagen fahren und bei Verkehrsunfällen oft lebensgefährlich verletzt oder getötet werden.“