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Wuppertaler Linke übt Kritik an Polizeirazzien​ in Oberbarmen

Oberbarmen : Linke übt Kritik an Polizeirazzien

Die Wuppertaler Linke ist der Meinung, dass die Polizeirazzien der vergangenen Woche „ganze Stadtviertel in ein schlechtes Licht“ rücken. Auf dem Bürgerforum Oberbarmen seien die „flächendeckenden Großrazzien des Polizeipräsidenten zu Recht kritisiert“ worden.

„Pauschal werden Einwohnerinnen und Einwohner unter Verdacht gestellt. Das fängt schon mit Begriffen an. So etwas wie ,Clankriminalität‘ steht nicht im Strafgesetzbuch und macht aus einem polizeilichen Aufgabengebiet (Bekämpfung krimineller Vereinigungen § 129 StGB) einen ethnischen Generalverdacht“, so die Linke.

Lebensformen junger Menschen würden „durch die Schwerpunktsetzung auf besondere Gaststätten unter Generalverdacht gestellt. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis, wenn Hundertschaften der Polizei eine Ordnungswidrigkeit wie falsche Entlüftung feststellen. Was sind ein paar Pfund unversteuerten Tabak gegen den Cum-ex-Skandal ehrenwerter Hamburger Privatbankier?“

Die Linke befürchtet, „dass sich der Polizeipräsident der Wirkung seiner Befehle nicht bewusst ist. Sie bringen nicht nur in Oberbarmen, sondern auch ganze Straßenzüge in Elberfeld in Misskredit. Sind solche Vorurteile erst einmal in der Welt, fällt es schwer zum Beispiel solvente Mieter für solche Quartiere zu finden.“