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Porträt des Trainers Stefan Vollmerhausen: Erst WBV, dann WSV

Porträt des Trainers Stefan Vollmerhausen : Erst WBV, dann WSV

Stefan Vollmerhausen hat eine erstaunliche sportliche Vergangenheit: Der heutige WSV-Trainer war Anfang der 90er Jahre ein großes Minigolf-Talent. Auf der 18-Loch-Bahn an der Hatzfelder Straße stand seine Bestleistung bei 21 Schlägen.

Die Rundschau organisierte jetzt ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Vorsitzenden des Wuppertaler Bahnengolf-Vereins, der mit Vollmerhausen 1993 den Aufstieg in die 3. Liga schaffte.

Die Sportanlage, auf der WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen seine ersten Erfolge feierte, existiert seit dem Jahre 2001 nicht mehr. Es waren die 18 Bahnen der heimeligen Anlage des Wuppertaler Bahnengolf-Vereins (WBV) in der Kurve an der Hatzfelder Straße in Barmen. Der damals 20-Jährige zählte zu den zuverlässigen Stützen der Sechser-Mannschaft, die 1993 in Lünen gegen SuS Witten den Aufstieg in die 3.Liga schaffte: in sechs Runden mit einen Schnitt von 26,3 Schlägen auf den 18 Bahnen.

Seine Bestleistung hat er auch nach über 20 Jahren nicht vergessen: "Auf unserer Heimanlage habe ich mehrmals 21 Schläge auf den 18 Bahnen geschafft." Der Bahnrekord stand sogar bei 19 Schlägen: 17 Asse und einmal zwei Versuche bis zum Einlochen.

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Für Stefan Vollmerhausen (42) war es eine besondere Zeit seines Lebens, keine einfache Phase mit Problemen im Elternhaus. Heute sagt er: "Deshalb waren die Zeiten in den Sportvereinen für mein Leben prägend. Ich habe dort sehr viel Halt und Zuneigung erfahren. Ganz besonders aber beim Bahnengolf. Eckehard Hoffmann als Vorsitzender und Vaterfigur hat sich wunderbar um mich gekümmert, nicht nur auf der Anlage. Außerdem war und ist dieser Sport wichtig für das Konzentrationsvermögen, denn nur bei ständig voller Konzentration war man auch gut. Bei mir kam hinzu, dass ich von allen Jugendlichen die meiste Zeit auf der Anlage verbracht habe und jede Bahn in und auswendig kannte."

Den Weg dahin erledigte er häufig auf dem Rücksitz des Suzuki-Choppers von Kumpel Andreas Grzeski. Mit dem Schläger auf dem Rücken ging es oft auch über die Autobahnen zu den Turnieren.

Vollmerhausen: "Die Turniere fanden meist weit entfernt von Wuppertal statt, diese Touren fand ich immer besonders gut. Zumal in den Mannschaften ein angenehmes Miteinander von Jung und Alt herrschte." Er selbst war von Kumpels beim Skateboardfahren zur Hatzfelder Straße gelockt worden. Den Vorsitzenden Eckehard Hoffmann freute das: "Plötzlich hatten wir vier Jugendmannschaften. Andere Vereine hatten nicht mal eine."

Zu einigen seiner Mitspieler von damals hat der WSV-Trainer bis heute Kontakte und Eckehard Hoffmann (67) Ist mächtig stolz darauf, dass aus seinem "Kindergarten" von damals fast alle ordentliche Kerle geworden sind. Das gilt auch für den dreifachen Vater Stefan Vollmerhausen. Dessen Bahnengolf-Laufbahn ging nach vier erfolgreichen Jahren mit fast 40 Turnieren zu Ende: "Ich habe parallel schon damals bei Schwarz-Weiß Fußball gespielt. Irgendwann ging das zeitlich nicht mehr übereinander."

Seine Ausbildung zum Industriekaufmann in der Tapetenfabrik Mohr in Vohwinkel kam hinzu, sie war später die Basis für seine Arbeit als Versicherungskaufmann. Die wird auch jetzt noch ausgeübt, wenn auch durch die Trainertätigkeit eingeschränkt. Immerhin wird fünf Mal pro Woche trainiert und das Familienleben ist Vollmerhausen heilig.

Nach über 20 Jahren haben sich Stefan Vollmerhausen und Eckehard Hoffmann durch die Vermittlung der Wuppertaler Rundschau jetzt wiedergetroffen. Hoffmann hat seinen Spielerpass kürzlich zurückgegeben - nach unzähligen Erfolgen. Mittlerweile gibt es sogar einen Ball, der den Namen Hoffmann trägt.

Natürlich hatte er Stefan Vollmerhausen zum Wiedersehen einen "Hoffmann" mitgebracht. Und selbstverständlich hat man sich zu einem Wettkampf des alten WBV-Teams verabredet. Höhepunkt in Hoffmanns Laufbahn war übrigens der Gewinn der Deutschen Kleingolf-Mannschaftsmeisterschaft 1969 in Bad Oeynhausen. Der Verfasser dieses Textes durfte ebenfalls mitmachen und auch gewinnen, war dabei allerdings sehr weit von den Leistungen des heutigen WSV-Trainers in den frühen 90er Jahren entfernt ...