Fußball-Regionalliga: 2:2 (1:0) beim BVB II WSV holt im Verfolgerduell einen Punkt

Wuppertal · Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat das Verfolgerduell bei Borussia Dortmund II am Samstagnachmittag (21. Oktober 2017) mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden beendet. Vor 1.022 Zuschauern im Stadion "Rote Erde" führten die Bergischen durch Tore von Christopher Kramer und Enzo Wirtz bis zur 60. Minute mit 2:0.

 Christopher Kramers Jubel nach dem 1:0.

Christopher Kramers Jubel nach dem 1:0.

Foto: Stefan Rittershaus

Der WSV, bei dem Trainer Stefan Vollmerhausen Maro Cirillo statt Davide Leikauf in der Startelf brachte, erwischte einen Auftakt nach Maß. In der 6. Minute scheiterte Gino Windmüller noch knapp. Kurz danach war aber Christopher Kramer zur Stelle. Nach einer Flanke von Niklas Heidemann drückte er den Ball aus sieben Metern über die Linie - 0:1.

In der 16. Minute lag die Kugel erneut im Kasten der Dortmunder; Peter Schmetz hatte getroffen. Zuvor stand Enzo Wirtz allerdings im Abseits, das Tor zählte daher nicht. Die Gastgeber übernahmen nach und nach das Kommando, ohne aber den WSV wirklich in Bedrängnis zu bringen. Die Rot-Blauen blieben dennoch nicht ungefährlich. Tristan Duschke vergab aus aussichtsreicher Position (24.). Gino Windmüller wäre unterdessen per Kopf beinahe ein Eigentor unterlaufen (25.).

In der Folgezeit verstärkte sich der Druck des BVB, die Wuppertaler Defensive stand aber. Die erste echte Chance hatten die Dortmunder erst vier Minuten vor der Pause. Torwart Sebastian Wickl hielt aber den abgefälschten Schuss von Oliver Steurer. Nach einer Kopfballverlängerung von Windmüller verpasste Kramer seinen zweiten Treffer knapp (44.).

Dortmund legte nach dem Wechsel einen Gang zu und stand schnell kurz vor dem Ausgleich: BVB-Stürmer Michael Eberwein köpfte aus fünf Metern knapp links am Tor vorbei (51.). Der WSV konnte sich in dieser Phase kaum noch befreien - um dann doch eiskalt zuzuschlagen: Manno drang in den Strafraum ein, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und legte am Fünfmeterraum nach innen auf Wirtz, der nur noch einschieben musste - 0:2 (58.).

Dortmund gab aber nicht auf und verkürzte nur zwei Minuten später. Nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft nutzte Beyhan Ametov die Verwirrung und ließ Keeper Wickl aussteigen - 1:2 (60.). Der WSV fand nun kaum noch Antworten und kassierte folgerichtig den Ausgleich: Anargyros Kampetsis netzte nach einem Freistoß ins lange Eck ein - 2:2 (68.).

Die Bundesliga-Reserve hatte bei der Aufholjagd Kraft gelassen, die Partie beruhigte sich danach wieder etwas. Die letzten Minuten bestritt der WSV in Überzahl: Michael Eberwein sah binnen weniger Minuten die gelbe und dann die gelb-rote Karte (87.). Doch es blieb beim Remis.

Stefan Vollmerhausen (Wuppertaler SV): "Das war ein aufregender Nachmittag. Grundsätzlich ärgert man sich. Ich bin absolut zufrieden. Wir haben einen bravourösen Fight abgeliefert gegen die spielstärkste Mannschaft, bei der wir bisher gespielt haben. Wir sind froh, früh in Führung gegangen zu sein. Ab der 25. Minute nimmt der Druck enorm zu. Wir waren froh, mit der Führung in die Kabine zu gehen. Nach toller Einzelleistung haben wir das 2:0 gemacht. Beim 1:2 kann man natürlich das Haar in der Suppe suchen, aber das war auch überragend gespielt. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie nicht zusammengesackt ist. Am Ende war es eine Art Boxkampf mit viel Hin und Her. Wir fahren zufrieden nach Hause. Vor dem Spiel hätten wir das gerne genommen. Wir dürfen nicht gierig sein. Nach dem Spielverlauf war das, denke ich, auch gerecht so." Angesprochen auf "Lass dir Zeit"-Geste gegenüber Enzo Wirtz bei dessen Auswechslung entgegnete Vollmerhausen außerdem: "Wenn du dir da noch ein drittes Gegentor fängst, ist das mental ein Tiefschlag. Den galt es gerade nach dem Spielverlauf zu vermeiden. Wie gesagt, ich kann mit dem Punkt gut leben."

Jan Siewert (Borussia Dortmund U23): "Danke für das Kompliment. Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen. Da waren wir nicht drin. Vielleicht muss man das den Jungs aber auch nachsehen. Die anderen Spiele haben uns in zwei englischen Wochen alles abverlangt. Die Wuppertaler haben uns vor Probleme gestellt. Dass wir nach der Pause aufs Tor gehen, war super. Dass dann das 2:0 fällt, ist sehr bitter. Dass wir dann noch so ein Spiel machen - da kann ich dann mit dem 2:2 leben. Wir müssen die Entwicklung der Mannschaft sehen. Wir haben jetzt Gott sei Dank mal etwas Zeit."

Spiel zwei der Englischen Woche bestreitet der WSV am Mittwoch (25. Oktober 2017) ab 19.30 Uhr bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln. Am kommenden Samstag (28. Oktober) steht dann um 14 Uhr die Partie beim SC Wiedenbrück auf dem Plan.

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