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Fußball: Vor dem WSV-Derby bei RWE: Windmüller: "Sind in Essen nicht chancenlos"

Fußball: Vor dem WSV-Derby bei RWE : Windmüller: "Sind in Essen nicht chancenlos"

Gino Windmüller, Innenverteidiger des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV, kehrt mit seinem neuen Team am Sonntag (14 Uhr) an die alte Wirkungsstätte zurück.

Nein, in höhere Sphären will der 27-Jährige die Bedeutung der Partie an der Hafenstraße nicht heben. "Das Derby ist für den Verein und für die Fans natürlich immer etwas Besonderes. Aber ich würde es nicht so hochhängen und von einem ,Spiel des Jahres' sprechen", sagt Gino Windmüller, der sich auf ein "schönes Wiedersehen" freut.

Vor allem hat der Innenverteidiger das sportliche Ziel vor Augen: "Essen wird in den meisten Partien der Regionalliga der Favorit sein. Drei Punkte wären für uns natürlich toll. Zuerst einmal geht es aber darum, ein gutes Spiel zu machen. Und wenn dann am Ende ein Punkt herausspringt, wäre das auch nicht schlecht. Wir sind auf jeden Fall nicht chancenlos."

Windmüller hat direkt den Platz in der Innenverteidigung erobert. Überraschend ist das allerdings nicht, lief der gebürtige Bergisch Gladbacher doch von 2013 bis 2015 insgesamt 59 mal für den SSV Jahn Regensburg in der 3. Liga auf. In Essen absolvierte er in den vergangenen beiden Jahren 46 Auftritte in der Regionalliga. Warum der Wechsel nach Wuppertal? "Der Verein hat mir von Anfang an klargemacht, dass er mich unbedingt will. Die Gespräche mit Vorstand Manuel Bölstler und Trainer Stefan Vollmerhausen waren sehr gut."

Im Gegensatz zur Auftaktpartie gegen den Bonner SC (1:1): "Es war ein typisches Auftaktspiel. Zwei Minuten vor dem Ende den Ausgleich zu bekommen, ist bitter und ärgerlich. Aber das ist jetzt abgehakt. Wir konzentrieren uns auf Sonntag."

Trainer Stefan Vollmerhausen freut sich, dass Windmüller dem WSV zugesagt hat: "Er erhöht unsere Qualität, ist ein Teamplayer — und einfach ein guter Typ." Momentan wohnt Windmüller noch in Essen, die Wohnungssuche in Wuppertal läuft aber auf Hochtouren. "Wenn ich etwas in der Nähe der Schwebebahn finde, werde ich vielleicht immer damit zum Training fahren. Sie versprüht Charme", sagt der 1,93 Meter große Verteidiger, der neben dem Fußball ein Studium zum Fitness-Ökonom aufgenommen hat. Die erste Fahrt will er mit seiner Freundin unternehmen. Am besten als Derbysieger.