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Torhüter-Frage beim Wuppertaler SV: "Offenes Rennen" zwischen den Pfosten

Torhüter-Frage beim Wuppertaler SV : "Offenes Rennen" zwischen den Pfosten

Ein gutes Dutzend Spieler haben den Fußball-Oberligisten Wuppertaler SV nach der vergangenen Saison verlassen. Darunter waren mit Bastian Sube (VfB Hilden), Lukas Fronczyk (TSV Marl-Hüls) und Pascal Plohmann (SC Obersprockhövel) auch drei Torhüter.

Nun kämpfen Joshua Mroß und Neuzugang Felix Schiffer (21) vom KFC Uerdingen um die Nummer eins.

Nachdem Mroß bereits zum Saisonende hin viermal Oberliga-Luft schnappen durfte, stand schnell fest, dass er aus dem Kader der A-Jugendlichen in die Seniorenmannschaft hochgezogen wird. Eine Stammplatzgarantie bekam der erst 18-Jährige bei seiner Vertragsunterzeichnung aber nicht.

"Zum Ende der abgelaufenen Saison habe ich mit Achim Weber und Thomas Richter Gespräche geführt. Dort hieß es, man wolle einen erfahrenen Torwart holen, der mich unterstützt, und auf mich bauen. Nach dem Trainerwechsel war mir aber bewusst, dass es Veränderungen geben würde und ich um die Nummer eins kämpfen muss."

Etwas überraschend wurde Anfang vergangener Woche Felix Schiffer vom Ligakonkurrenten KFC Uerdingen verpflichtet. Überraschend deswegen, weil Schiffer, der früher bereits in der WSV-Jugend spielte, selbst erst 21 Jahre jung ist. In Uerdingen kam er nicht an Kapitän Robin Udegbe vorbei. In der gesamten Spielzeit bestritt er lediglich zwei Partien (jeweils 0:2 gegen Fortuna Düsseldorf II und Schalke 04 II). Bereits bei seiner vorherigen Station bei der SG Wattenscheid 09 saß Schiffer die meiste Zeit auf der Bank. Stammtorwart damals: Lukas Fronczyk.

"Natürlich ist es in den vergangenen zwei Jahren nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Meine Ziel ist es, nun endlich regelmäßig zu spielen", gibt sich Schiffer, der im August eine Ausbildung beginnen wird, selbstbewusst. "Mir wurde aber auch gleich gesagt, dass es ein offenes Rennen ist zwischen Joshua und mir."

Bedeutungslos ist demnach, dass Mroß die Rückennummer 1 zugeteilt bekommen hat, während Schiffer die 12 tragen wird. Diese Maßnahme dürfte sich schlicht mit der längeren Vereinszugehörigkeit Mroß' begründen lassen. Jener sieht indes keinen Vorteil darin, dass der Trainer ihn bereits aus der A-Jugend kennt: "Bei Stefan Vollmerhausen geht es jede Saison bei Null los. Man muss Leistung zeigen, um zu spielen. Daher werde ich alles daran setzen, mich im Training aufzudrängen, so dass er nicht an mir vorbeikommt."

Sportdirektor Manuel Bölstler hatte im Interview mit der Rundschau auf die Frage, ob die Torhüter nicht zu unerfahren seien, geantwortet: "Natürlich haben wir darüber intern diskutiert. Aber beide sind sehr talentiert, sehr ehrgeizig und werden um ihren Platz kämpfen. Und mit Markus Swoboda haben wir auch einen sehr guten Torwarttrainer."

Mit einer Entscheidung seitens Chefcoach Stefan Vollmerhausen, wer zu Saisonbeginn zwischen den Pfosten stehen wird, ist erst in einigen Wochen zu rechnen. Ausschlaggebend dafür dürften neben den zahlreichen Trainingseinheiten sicher auch die kommenden Testspiele sein, bei denen beide ihre Einsatzzeiten bekommen werden. Das erste bestreitet der WSV am kommenden Mittwoch (8. Juli 2015) gegen den SV Jägerhaus Linde. Anstoß ist um 19 Uhr an der Oberbergischen Straße.