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JHV: Für die 3. Liga braucht der WSV weitere Sponsoren​

Jahreshauptversammlung : Für die 3. Liga braucht der WSV weitere Sponsoren

Es gab fürwahr schon weitaus turbulentere Jahreshauptversammlungen des Wuppertaler SV als die am Dienstagabend (7. November 2023) im Barmer Bahnhof. Vorstandsmitglied Thomas Richter stellte dabei eine Rückkehr von Hauptsponsor Friedhelm Runge in das Gremium zur Diskussion.

Einmal mehr wurde deutlich, dass ohne dessen finanzielle Unterstützung der Spielbetrieb in dieser Form kaum bis gar nicht möglich wäre. In der vergangenen Saison lag der Etat nach Angaben von Finanzvorstand Dr. Jochen Leonhardt bei rund 2,7 Millionen Euro. In der laufenden dürfte er etwas höher sein, er ist demnach dennoch gesichert.

Leonhardt betonte, dass es in der 3. Liga zwar Fernsehgelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gebe, auch seien höhere Ticketeinnahmen zu erwarten. Trotzdem müssten zwingend weitere Einnahmen in Form von Sponsoren her. Dass der WSV im Frühjahr keinen Drittliga-Antrag stellt, gilt allerdings als äußerst unwahrscheinlich. Zumal das zunächst nur pro forma geschehen muss, allerdings mit wesentlich höheren Kosten und inhaltlichen Anstrengungen verbunden ist als in der Regionalliga. (Bilder)

Die insgesamt 131 anwesenden stimmberechtigen Mitglieder, die eine Erhöhung des Beitrags von 88 auf 105 Euro beschlossen, haben unterdessen einen neuen Verwaltungsrat gewählt, der später dann den Vorstand bestimmt. Die meisten Stimmen erhielten Janine von Heyking und Jürgen Hoß (je 89), Heimo Schitter (82), Marcus Lindemann (78), Harald Lucas (67), Eckhard Osberghaus, Silvio Pagano (je 65), Ralf Dasberg (63) und Christian Scheib (51). Frank Duisberg (49), Guido Gehrenbeck (48), Dieter Schauf (40) und Markus Durchlaub (21) verfehlten die notwendige Zahl. Zu diesem Zeitpunkt war der Regionalliga-Kader mit Trainer Gaetano Manno und dem Sportlichen Leiter Gaetano Manno nicht mehr vor Ort. Sie trainieren am Mittwochvormittag für das Auswärtsspiel am Samstag (11. November 2023) bei RW Ahlen.

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Die im Grunde einzige größere Meinungsverschiedenheit drehte sich um die Spielbetriebs-GmbH, in die die erste Mannschaft und die U19 ausgegliedert werden sollen. Der ehemalige Verwaltungsrat Norbert Müller mahnte eine Prüfung mit Blick auf Haftungsfragen an, wenn die GmbH nicht zustandekomme. Der Verwaltungsratsvorsitzende Ralf Dasberg entgegnete, Müller sei in dieser Frage im Gremium überstimmt worden. Auch Finanzvorstand Leonhardt sah keinen Handlungsbedarf. Im Fall der Fälle werde Runges Firma EMKA die für die GmbH zugesagten Gelder in Sponsoringaktivitäten umwandeln.

Zu Beginn des Abends hatten Bürgermeister Heiner Fragemann und der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Grigutsch Grußworte gesprochen. Fragemann betonte, man werde das Stadion am Zoo Stück für Stück modernisieren. Die rund 2,8 Millionen Euro teure Sanierung des Spielfeldes sei ein gelungener Teil des Projekts. Grigutsch merkte an, dass eine seriöse Vereinsführung und sportliche Erfolge die Grundlage seien. Da dies in den vergangenen Jahren der Fall sei, gebe es Hoffnung mit Blick auf das Sponsoring.

(mt/jak)