Fußball-RL: Samstag gegen RWO WSV: Der Etat, die Euro und ein „Exil“

Wuppertal · Sieben Partien inklusive des Heimspiels am Samstag (6. April 2024) ab 14 Uhr gegen Rot-Weiß Oberhausen liegen noch vor dem Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV, ehe die Saison am 18. Mai im Stadion am Zoo mit dem Duell gegen den 1. FC Düren endet. Wie die kommende Runde aussieht, ist weiterhin offen.

 Kapitän Lion Schweers kehrt möglicherweise in die Startformation zurück.

Kapitän Lion Schweers kehrt möglicherweise in die Startformation zurück.

Foto: Dirk Freund

Fest steht bislang nur: Nach dem letzten Saisonspiel verabschiedet sich die Mannschaft in den Urlaub. Das Training soll im Zeitraum zwischen dem 17. und dem 20. Juni wieder starten. Allerdings weicht der WSV in der Anfangsphase aus, weil die Arena an der Hubertusallee zum Trainingsareal der slowenischen Nationalmannschaft während der Europameisterschaft 2024 wird und damit – was vertraglich zwischen der Stadt und dem DFB als Ausrichter geregelt ist – nicht anderweitig genutzt werden kann.

Zurzeit laufen noch die Gespräche mit dem Sportamt. Die wahrscheinlichste Variante ist, dass der WSV zur Oberbergischen Straße umzieht und lediglich der Zeugwart täglich ins Stadion reist, um dort die Trainings- und Spielkleidung zu waschen. Wann die Rot-Blauen zurückkehren können, hängt davon ab, ob sich die Slowenen in der Gruppe C gegen Dänemark, Serbien und England durchsetzen und ins Achtelfinale einziehen. Ihr letztes Vorrundenspiel gegen England steigt am 25. Juni in Köln. Große Probleme bereitet das alles jedoch nicht: Schon während der Rasensanierung von April bis Oktober 2023 war der WSV unterwegs.

Viel wichtiger ist die Frage, wie das künftige Gesicht der Mannschaft aussieht. Der Sportliche Leiter Gaetano Manno hat sich am Donnerstag vor die Spieler gestellt und verkündet, dass ihm vom Vorstand noch kein Etat mitgeteilt worden sei und er dementsprechend auch noch keine konkreten Vertragsgespräche führen könne. Nach Rundschau-Informationen trifft sich das Gremium, dem Dr. Jochen Leonhardt, Thomas Richter und Marvin Klotzkowsky angehören, an diesem Wochenende, um die Lage konkret zu erörtern. Hauptgeldgeber Friedhelm Runge hatte angekündigt, seine Zuwendungen wahrscheinlich zu reduzieren.

Somit muss zunächst geklärt werden, inwieweit die zehn laufenden Spielerverträge plus der von Trainer Ersan Parlatan weiterhin komplett gestemmt werden können bzw. welche Vertragsverlängerungen und Neuverpflichtungen dann noch möglich sind. Der Kader soll voraussichtlich 21 Feldspieler und drei Torhüter umfassen. Erst danach will sich der WSV äußern, welches Ziel er in der Saison 2024/25 anstrebt. Mannos Vorgänger Stephan Küsters hat’s einfacher: Er hat seinen Vertrag beim Drittligisten Viktoria Köln am Freitag um zwei Jahre verlängert.

Gegen Oberhausen will der WSV den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Angesichts der sommerlichen Wetterprognose hofft der Club auf eine Zuschauerkulisse von „3.000 plus x“.

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