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Die Stimmen zur BHC-Niederlage​ gegen Balingen-Weilstetten

Die Stimmen zur BHC-Niederlage : BHC-Trainer Naji: „Darf uns nicht passieren“

Das hatte sich der Handball-Bundesligist BHC ganz anders vorgestellt. Nach der Niederlage in Eisenach gingen auch gegen den Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten die Punkte verloren. Zu inkonstant war die Leistung in der mit 2.317 Zuschauerinnen und Zuschauern gefüllten Wuppertaler Uni-Halle. Die Stimmen aus der Pressekonferenz.

Jens Bürkle (Trainer HBW Balingen-Weilstetten): „Ich muss ehrlich sagen, die Hoffnung, hier heute noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, war beim Spielstand von 16:21 nach 40 Minuten schon sehr reduziert. Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht mehr so richtig dran geglaubt. Umso glücklicher bin ich natürlich, dass wir das Spiel mit einem 8:1-Lauf dann zu unseren Gunsten drehen konnten und am Ende als Sieger vom Feld gehen. Der BHC hat es lange sehr gut gemacht. Unsere Fehlerzahl war insgesamt zu hoch und der BHC konnte daraus – auch in dieser sehr dünnen Besetzung – immer wieder Kapital schlagen. Wir haben gehofft, dass sie irgendwann müde werden und haben dann auch Mitte der zweiten Hälfte eine passende Aufstellung gefunden, die Hintermannschaft des BHC zu bespielen. Die kämpferische Einstellung von uns hat mir gefallen und trotzdem: Wir haben heute insgesamt zu viele technische Fehler produziert, an denen wir auf jeden Fall arbeiten müssen. So blöd sich das jetzt vielleicht anhört, aber ich glaube, dass wir heute in der Besetzung gegen einen extrem angeschlagenen Gegner schon in der Lage hätten sein müssen, dem BHC noch mehr Probleme zu bereiten.“

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Jamal Naji (Trainer Bergischer HC): „Glückwunsch an den HBW und Jens Bürkle zum Sieg. Sie haben beim Stand von minus fünf eine tolle Moral gezeigt und trotzdem dürfen wir – egal in welcher Besetzung wir auch immer auf der Platte stehen – das Spiel nicht mehr hergeben. Das Problem ist, dass wir diese fünf Tore extrem schnell hergeben. Dadurch bekommt Balingen Selbstvertrauen und als sie zwei Kempa bzw. Strickspielzügen zeigen, fangen sie an, dran zu glauben. Genau das darf uns aber nicht passieren. Wir müssen das Spiel in dieser Phase ziehen und daher möchte ich heute auch nicht gelten lassen, dass unser Kader aktuell dünn besetzt ist. Das ist zu einfach.“

Jörg Föste (Geschäftsführer Sport Bergischer HC): „Wir haben über weite Strecken eine sehr gute Deckung gestellt und haben uns damit das 21:16 verdient. Das Ergebnis hat auch den Kräfteverhältnissen auf dem Feld entsprochen. Was danach passiert ist, sind kollektive Aussetzer in Serie. Wir haben vorne viel zu leicht Bälle hergegeben, hatten hinten auch die Zuordnung nicht mehr. Summa summarum muss man an der Stelle sagen, dass es nicht reicht, wenn zwei Spieler ihre Normalform erreichen mit Mads Andersen und Frederik Ladefoged. Der eine oder andere Spieler zeigt phasenweise noch, zu was er imstande ist. Das reicht einfach in der Bundesliga nicht. Deswegen müssen wir den Grund für die Niederlage bei uns suchen, wenngleich es Balingen durch die an den Tag gelegte Kampfkraft auch verdient hat.“

(red/jak)