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Wuppertaler „Arrenbergstatt“: Eine Werkstatt fürs Viertel

planetW : „Arrenbergstatt“: Eine Werkstatt fürs Viertel

Wenn sich ein Kreis schließt und alle Dinge zusammen einen Sinn ergeben, dann ist das mehr als ein gutes Zeichen. Es ist für Marius Freitag die Idee einer Zukunft, die für ein gemeinsames und nachhaltiges Miteinander steht. Das Projekt „Arrenbergstatt“ lebt diese Idee bereits.

Die Vision ist groß, ihre Umsetzung total pragmatisch. Menschen stellen Dinge raus, die sie nicht mehr wollen. Die Deutsche Post, die das Projekt unterstützt, sammelt sie ein und bringt sie zum Arrenberg, wo sie repariert werden. Und von dort wandern eben jene Gegenstände zu Menschen, die ein solches Produkt benötigen, es sich aber nicht leisten können.

„Die Umwelt zu schützen und wieder in eine nachbarschaftliche Solidarität zu kommen, das stellt eine Lösung für viele Dinge dar“, erklärt Marius Freitag, der das Projekt „Arrenbergstatt“ mitgegründet hat.

Seit Juli treffen sich Menschen alle drei Wochen, derzeit noch in Räumen an der Senefelderstraße, um gemeinsam alte Waschmaschinen oder Möbel zu reparieren. Und auch Workshops bietet die „Arrenbergstatt“ an. „Wir haben mit Kindern aus alten Holzbeständen Vogelhäuschen gebaut und gesehen, wie dieser Schaffungsprozess sie begeistert“, erzählt Freitag. Dass die Idee einer Viertelwerkstatt noch viel mehr kann, davon ist er überzeugt. „Wir können uns vorstellen, die Arrenbergstatt hier ganz feste zu verorten.“

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Dafür suchen die Ehrenamtlichen nun Räume auf Dauer. Auch eine Kooperation mit dem Jobcenter, um Menschen über die Viertelwerkstatt in Arbeit zu bekommen, könne er sich vorstellen. Freitag: „Die Idee ist ein bisschen wie ein Feuer, das viele Besucher der Werkstatt schon ergriffen hat. Und wir freuen uns, wenn es weiter um sich greift.“

Mehr Infos gibt es auf www.arrenberg.app oder www.urbanup.uni-wuppertal.de