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Wuppertals Brautpaar der Woche: Liebe über Kontinente hinweg

Das Brautpaar der Woche : Liebe über Kontinente hinweg

Die Wuppertalerin Hanna Mara Ciesielski begann vor vier Jahren ihr Studium in Biologie in der Stadt Kobe in Japan. Dort lernte sie Wei-Siang Shao kennen und lieben. Seit dem 1. April 2017 sind sie bereits ein Paar.

Mit Abschluss seiner Doktorarbeit in Maschinenbau musste Wei-Siang Japan wieder verlassen und arbeitet seitdem in seiner Heimatstadt Tainan in Taiwan. Drei Flugstunden von Kobe entfernt besuchte sich das Paar regelmäßig. Dann breitete sich Corona in der Welt aus und die jungen Liebenden konnten sich nicht mehr sehen, denn die geforderten Quarantäne-Zeiten waren zu lang und der Urlaub reichte nicht aus. Es folgten Bittschreiben an die Botschaften der Länder – ohne Erfolg. Die virtuellen Treffen des jungen Glückes reichten ihnen bald nicht mehr aus. Ein Plan musste her ...

Seit Japan und China für Deutschland nicht mehr zu den Risikogebieten zählen, war die Möglichkeit gegeben, sich in Wuppertal wiederzusehen. Und warum dort nicht gleich auch heiraten? Viel Bürokratie musste in Kauf genommen werden, das Wuppertaler Standesamt hat dem Paar intensiv zur Seite gestanden, um die Erfüllung des Ehe-Wunsches möglich zu machen. Am 24. April war es dann soweit: Das Brautpaar konnte im Rathaus Barmen den Bund fürs Leben schließen. Im kleinsten Kreis der Brautfamilie wurde dieser Tag gefeiert. Eine Woche Zweisamkeit darf das Brautpaar jetzt genießen, bevor es für Wei-Siang wieder nach Taiwan geht – und für Hana zurück zum Studium nach Japan.

Das nächste Wiedersehen wird im Herbst sein, wenn Hanna Mara ihren Doktor in Biologie gemacht hat und als Ehefrau ihren Wei-Siang in Tainan wieder in die Arme schließen kann. Dort wollen sie erst einmal arbeiten und ein paar Jahre verbringen. Doch der Plan ist, in Wuppertal eine Familie zu gründen, wenn er Deutsch gelernt hat und sie fließend Chinesisch spricht.