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Verein Krebs im Bild gründet Chor für an Krebs Erkrankte in Wuppertal

Für Erkrankte und Angehörige : Verein „Krebs im Bild“: Mit der Kraft der Musik

Miteinander singen und gemeinsam Kraft schöpfen, um die Lebensqualität trotz einer Krebserkrankung zu verbessern. „Krebs im Bild“ hat sich dies zur Aufgabe gemacht. Der Essener Verein möchte krebskranken Menschen und ihren Angehörigen durch Kreativität Lebensmut geben. Vor allem mit Singen. Die Organisation gründet bundesweit Chöre. Nun soll auch einer in Wuppertal ins Leben gerufen werden.

Der gemeinnützige Verein Krebs im Bild wurde 2017 von den beiden Vorstandsmitgliedern Wolfgang Weber und Tjerk J. B. Reijinga gegründet. Die Idee, die Lebensqualität von Menschen mit Krebserkrankungen und deren Angehörigen mittels Kreativität zu verbessern, stammt aus den Niederlanden. Dort koordiniert der Verein „Kanker in Beeld“ über 30 Chöre und weitere Angebote wie Mal- oder auch Schreibkurse. „Das Singen gibt neues Selbstbewusstsein und Kraft im Kampf gegen die Krankheit“, sagt Tjerk J. B. Reijinga.

Nun möchte der Verein auch einen Chor in Wuppertal gründen und lädt Interessierte für Samstag (14. März 2020) um 15 Uhr in den Konferenzraum des Helios Universitätsklinikums an der Heusnerstraße 40 in Barmen ein. „Zur unserer Auftaktveranstaltung ist jeder willkommen, der unser Projekt kennenlernen möchte. Vorkenntnisse im Singen braucht niemand. Denn darum geht es auch nicht. An Krebs erkrankte Menschen, deren Angehörigen und Freunde sollen hier einfach zusammenkommen und und Freude haben. Aber auch Menschen, die einfach nur interessiert sind und helfen möchten, sind eingeladen“, erklärt Wolfgang Weber. Nach dem ersten Kennenlernen sollen dann schon recht schnell monatlich gemeinsame Proben mit professionellen Dirigenten folgen.

 Die beiden Vorsitzendes des Vereins Krebs im Bild e.V., Wolfgang Weber (rechts) und Tjerk J.B. Reijinga.
Die beiden Vorsitzendes des Vereins Krebs im Bild e.V., Wolfgang Weber (rechts) und Tjerk J.B. Reijinga. Foto: Wuppertaler Rundschau/mivi

Das Repertoire reiche von Klassik bis Pop. „Natürlich ist niemand dazu verpflichtet, an jedem Probetermin teilzunehmen. Das ist für erkrankte Menschen zum Teil auch gar nicht möglich“, sagt Weber. Im kommenden Herbst soll dann schon das erste Konzert des Chores in der Wuppertaler Stadthalle stattfinden.

(mivi)