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Tag der Erdüberlastung: XR-Aktion vor dem Wuppertaler Rathaus

XR-Aktion vor dem Rathaus : Tag der Erdüberlastung: „Danach bezahlen unsere Kinder“

Am Samstag (22. August 2020) ist der so genannte „Tag der Erdüberlastung“. Dann sind sämtliche in einem Jahr regenerierbaren Ressourcen aufgebraucht; von nun an leben die Menschen auf Kosten künftiger Generationen. „Extinction Rebellion Wuppertal“ (XR) startet deshalb am Samstag vor dem Rathaus in Barmen eine kreative künstlerische Aktion. Symbolischer Beginn: fünf nach zwölf.

„Es ist Zeit, dass die Menschen in Wuppertal und der Welt erfahren, was das bedeutet und was sie selbst mit ihrer Lebensweise dazu beitragen, dass dieser Tag jedes Jahr ein bisschen früher ist. Denn am Ende zahlen unsere Kinder unsere Rechnung“, heißt es. „Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben nicht nur eine Verlangsamung der Infektionen bewirkt. Auch der ,Earth Overshoot Day‘, der im letzten Jahr noch auf den 29. Juli fiel, hat sich um drei Wochen nach hinten verschoben. Das zeigt, es ist möglich, unsere Ressourcen sparsamer zu nutzen, nachhaltiger mit ihnen umzugehen. Auch das wollen wir den Wuppertalerinnen und Wuppertalern am Samstag nahebringen.“

Man wolle ins Gespräch kommen und aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, ressourcenbewusster zu leben: „Klimakrise mit all ihren verheerenden Auswirkungen ist in den letzten Monaten weitgehend aus den täglichen Meldungen verschwunden. Leider macht sie aber keine Corona-Pause. Ganz im Gegenteil: die Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft heizen das Klima weiter an und befeuern die ökologische Krise. Flugzeuge starten wieder, auch für Kurzstreckenflüge. Städte versinken im Smog und ächzen unter Hitzewellen. Ganz zu schweigen von der Landwirtschaft, die unter einem weiteren Dürrejahr leidet. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese existenziellen Themen aus dem öffentlichen Diskurs verschwinden.“

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Claudia Schmidt, Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen: „Momentan brauchen wir etwa 1,6 Erden, um den Ressourcenbedarf der Menschheit zu decken. Wir wollen in Wuppertal anfangen, das zu ändern, und machen unsere Stadt bis 2035 klimaneutral!" Städte seien zentrale Orte für den Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft. Liliane Pollmann (Grüne): „Erste Maßnahmen dafür wären die Ausrufung des Klimanotstandes für Wuppertal, ein Anhörungsrecht in allen klimarelevanten Fragen für die städtischen Klimaschutzbeauftragten oder die Förderung von energetischer Sanierung und ökologischer Wärmedämmung im Wohnsektor. Bei allen Maßnahmen, ist uns eine sozialverträgliche Ausgestaltung wichtig. Deshalb fordern wie eine solidarische Lastenverteilung.“