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Dating: Partnersuche: Real oder virtuell?

Dating : Partnersuche: Real oder virtuell?

Singles auf Partnersuche scheinen sich mitunter selbst ein bisschen im Weg zu stehen. Einerseits möchten sie schnell eine Partnerin beziehungsweise einen Partner finden, andererseits erhöht es die Erfolgschancen auch nicht gerade, wenn man sich dabei selbst zu sehr unter Druck setzt und das auch für Dritte erkennbar wird. Im Gegenteil: Wer zu direkt und zu schnell auf den Punkt kommen möchte, schreckt viele potenzielle Kandidatinnen oder Kandidaten eher ab, statt sie für sich zu gewinnen. Daher ist es sinnvoll, die Suche etwas unverkrampfter zu gestalten und angesichts der vielen Online-Optionen die Chancen im realen Leben nicht zu übersehen.

Denkblockaden und Grübelei vermeiden

Ein erster wichtiger Schritt zum Erfolg bei der Partnersuche besteht darin, sich von hinderlichen Vorstellungen und Denkblockaden zu befreien. Natürlich ist es sinnvoll, sich auch nach möglichen Gründen für ein längeres Singledasein zu fragen. Sind die eigenen Ansprüche zu hoch? Wird auf den falschen Wegen gesucht? Dies sind nur zwei von vielen möglichen Gründen dafür, dass die Partnersuche bislang noch nicht zum Ziel geführt hat. Doch so sinnvoll die sachliche Suche nach Gründen sein kann, so problematisch können auch daraus resultierende Selbstzweifel wirken.

Wer ständig grübelt, warum er oder sie immer noch Single ist und dabei immer mehr Fehler bei sich selbst sucht, riskiert eine immer stärkere Fokussierung auf sich selbst und ist dann oftmals nicht mehr wirklich offen für neue Kontakte. Deshalb ist es wichtig, sich ein paar statistische Gegebenheiten zu verdeutlichen. Zum einen ist das Leben als Single in unserer Gesellschaft schon heute keineswegs eine Randerscheinung. So lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland im Jahr 2021 mehr als 17 Millionen Alleinstehende in Einpersonenhaushalten. Und zum anderen dürfte sich die Zahl der Singlehaushalte in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Für das Jahr 2040 haben die Statistiker einen Anstieg der Zahl der Einpersonenhaushalte auf rund 19,3 Millionen vorausberechnet. Damit würden dann 24 Prozent aller in Privathaushalten lebenden Menschen in Deutschland allein wohnen; 2018 hatte dieser Anteil noch bei rund 21 Prozent gelegen.

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Wer lieber zu zweit durchs Leben gehen möchte, kann dazu die verschiedenen Möglichkeiten des Online-Datings nutzen, angefangen von verschiedenen Apps für die Partnersuche bis hin zu den zahlreichen Partnerbörsen im Netz. Welche davon die beste Partnerbörse ist, lässt sich dabei nicht pauschal sagen und hängt vor allem vom eigenen Suchverhalten ab. Wer allgemein eine möglichst große Auswahl haben möchte, ist natürlich bei einer mitgliederstarken Partnerbörse besser aufgehoben, dagegen können Partnerbörsen auch mit weniger Mitgliedern attraktiv sein, wenn sie sich auf bestimmte Zielgruppen fokussieren und die potenzielle Partnerin oder der potenzielle Partner einer solchen angehören sollen. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine bestimmte Altersgruppe handeln oder auch um Personen mit einem bestimmten religiösen Hintergrund oder einer bestimmten geografischen Herkunft.

Real ist oft aussichtsreicher als virtuell

Ungeachtet der vielfältigen Möglichkeiten für die Online-Partnersuche sollte allerdings bedacht werden, dass in Deutschland zwar laut einer Umfrage aus dem Jahr 2022 rund 21 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angaben, sich per Internet oder Dating-App kennengelernt zu haben. Doch insgesamt überwogen die im realen Leben zustande gekommenen Partnerschaften deutlich. 28 Prozent lernten sich über gemeinsame Freunde kennen, 16 Prozent in der Disko oder in einer Bar. Danach folgten das Kennenlernen bei der Arbeit, im Verein oder durch ein gemeinsames Hobby und beim Studium oder während der Ausbildung dicht nacheinander mit Anteilen von elf, zehn beziehungsweise neun Prozent der Befragten. Ebenfalls neun Prozent der Partnerschaften gehen auf die gemeinsame Schulzeit zurück. Im Urlaub oder gar im Fernsehen kommen Partnerschaften dagegen eher selten zustande.

Es spricht also nichts dagegen, sich auf Partnerbörsen oder bei Dating-Apps anzumelden, doch mindestens ebenso sinnvoll kann es sein, auf Familienfeiern, Partys mit Freunden, im Verein oder am Arbeitsplatz Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Vor allem, wenn dabei anfangs berufliche Themen oder gemeinsame Erlebnisse im Vordergrund stehen und nicht sofort das Thema Partnersuche, fällt die Kontaktanbahnung oft leichter und das Gespräch verläuft entspannter. Und da man sich in der Regel ohnehin häufiger wiedersieht, gibt es auch keinen vermeintlichen oder realen Zeitdruck.