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Notwendiger Umbau: Der Wuppertaler Ratssaal fasst nun 80 Plätze

Notwendiger Umbau : Der Wuppertaler Ratssaal fasst nun 80 Plätze

Weil sich bei der Kommunalwahl 2020 die Zahl der Wuppertaler Ratsmitglieder von 66 auf 80 erhöht hat, war ein Umbau des Ratssaals notwendig geworden. Der ist jetzt vollendet, die Sitzordnung aber noch nicht ...

Vor gut 100 Jahren, als das Rathaus in Barmen gebaut wurde, präsentierte sich der Ratssaal mit verschnörkelten Kronleuchtern, mit verzierten Schmuck-Säulen, langen Tisch- und Stuhlreihen und holzvertäfelten Wänden. 1988 wurde er dann generalüberholt. Architekt Johannes Schally gab ihm sein heutiges, helles und modernes Aussehen. Er übernahm auch jetzt den Umbau.

Zusätzlich zur Aufgabe, mehr Plätze bei unverändertem Raumangebot zu schaffen, sollte Schally zeitgemäße Präsentationstechnik einbauen und den Weg zum Plenum barrierefrei gestalten. Außerdem wurde die Elektrik im Boden erneuert und die Beleuchtung gewartet. „Diese Arbeiten sind jetzt alle im vorgesehenen, ehrgeizigen Zeitplan erledigt. Der Rat hatte für den Umbau Kosten von 250.000 Euro bewilligt – auch der Kostenrahmen wurde eingehalten“, so die Verwaltung. Im Sommer wird zudem die Beleuchtung im Ratssaal auf LED-Technik umgestellt. Außerdem soll noch eine Lösung für einen barrierefreien Zugang zu den Zuschauerrängen gefunden werden.

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Apropos Lösung: Die muss für die neue Sitzordnung im umgebauten Saal erst noch gefunden werden. Hinter den Kulissen wird dazu offenbar intensiv verhandelt. Das Problem: Die erste Reihe - traditionell den Fraktionsvorsitzenden vorbehalten - hat in der veränderten Konstellation nur sechs Plätze. Bei sechs größeren Fraktionen und mehreren Doppelspitzen wird es da eng. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit spricht der Rat selbst  - per Mehrheitsentscheidung.  

Bei der jetzt erfolgten „Übergabe“ des umgebauten Saals schenkte Johannes Schally Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig eine eigens für diesen Anlass zusammengestellte Dokumentation über den ursprünglichen und den aktuellen Umbau des Ratssaals sowie ein Wuppertal-Relief, das er vor mehr als 30 Jahren angefertigt hatte. Schally, der im übrigen auch sein Urheberrecht an der Gestaltung des Saales an die Stadt zurückgegeben hat, wurde zu dieser ersten Sitzung in Barmen nach dem Umbau eingeladen.

 Oberbürgermeister Uwe Schneidewind mit Architekt Johannes Schally (r.), der der Stadt ein Relief und eine Dokumentation der Saal-Umbauten schenkte.
Oberbürgermeister Uwe Schneidewind mit Architekt Johannes Schally (r.), der der Stadt ein Relief und eine Dokumentation der Saal-Umbauten schenkte. Foto: Wuppertaler Rundschau

Wegen der aktuell sehr hohen Corona-Ansteckungszahlen wird die Sitzung im Februar vermutlich noch einmal in der Historischen Stadthalle auf dem Elberfelder Johannisberg stattfinden. „Das ist ein kraftvoller Ausweichort. Aber in den Ratssaal zurückzukehren, wäre auch ein Zeichen für Normalität.“. so der Oberbürgermeister.