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Mehr Platz und Rechte für den Radverkehr in Wuppertal

Neue Maßnahmen : Vorschläge für Talachsen-Radweg in Vorbereitung

Planungsdezernent Frank Meyer hat heute (4. Mai 2020) angekündigt, zur nächsten Beratungsrunde der städtischen Gremien Vorschläge für eine neue Radweg-Führung auf der kompletten Talachse vorzulegen. Die bereits beschlossenen Elemente des neuen Radverkehrskonzepts werden unterdessen bereits umgesetzt.

Lösungen, wie der Radverkehr speziell auf der teilweise sehr engen und stark befahrenen Strecke der B7 zwischen Barmen und Elberfeld geführt werden könnte, bot das Konzept seinerzeit nicht an. „Muss noch näher untersucht werden“, hieß es damals in Bezug auf viele neuralgische Punkte. Jetzt will die Verwaltung der Politik Lösungsvorschläge - auch für eine mögliche Parallelstrecke - anbieten.

Sichtbar etwas tun wird sich in der Zwischenzeit an mehreren anderen Stellen, wo die Veraltung im vorigen Juli beschlossene Maßnahmen umsetzt. Im Abschnitt zwischen Robert-Daum-Platz und Alsenstraße teilen sich Fahrradfahrer und Busse bereits die Busspur. Ab der Alsenstraße soll künftig die Busspur auf der bislang dritten Spur in Richtung Osten weitergeführt und für Radfahrer genutzt werden. Für die entsprechenden Markierungen und Beschilderungen gibt die Stadt rund 15.000 Euro aus.

An der Vohwinkeler Straße wird unterdessen ein Schutzstreifen eingerichtet. Dabei geht es hauptsächlich um eine rund 100 Meter lange Strecke westlich der Einmündung Ludgerweg bis zur Einmündung der Yale-Allee. „Somit wird ein weiterer Teil der Nordbahntrasse für den Radverkehr optimiert“, so die Verwaltung. Die Maßnahmen für den Schutzstreifen kosten rund 37.000 Euro kosten und werden, nachdem der Haushalt genehmigt wurde, umgesetzt. Die bereits beschlossenen Maßnahmen wie die Verbesserungen der Radverkehrsführungen entlang der Sonnborner Straße sowie der Lenneper Straße sind vergeben und werden zeitnah ausgeführt.

„Wir erleben gerade jetzt, dass viele Menschen den reduzierten Autoverkehr wegen der Beschränkungen durch Corona als durchaus angenehm erlebt und das Fahrrad für sich entdeckt haben. Weil wir den Verkehr in Wuppertal für die Zukunft dauerhaft neu aufstellen wollen, ist uns jeder Baustein, jede Maßnahme recht, die uns weiterbringt“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke. Schließlich habe es sich die Stadt zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 Fahrradstadt zu werden. Dezernent Frank Meyer: „Mit dem Radverkehrskonzept, das wir ja gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet haben, wollen wir ein flächendeckendes, innerstädtisches Radroutensystem umsetzen. Wir wollen langfristig so den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr erhöhen.“