Demo und Familienfest Maikundgebung: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite"

Wuppertal · „Erst unsere Jobs, dann eure Profite" lautet das Motto der Maikundgebung (1. Mai 2026) in Wuppertal. Anschließend steigt das Familienfest zum „Tag der Arbeit“ auf dem Laurentiusplatz.

Der Demonstrationszug im Jahr 2025.

Foto: Christoph Petersen

Im Mittelpunkt stehen die Themen sichere Arbeitsplätze, Rente, lebenswerte Kommunen und ein bezahlbares Leben. Zunächst treffen sich Wuppertals DGB-Gewerkschaften ab 9:30 Uhr auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof.

Mit Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Organisationen und Parteien, die auch bei der anschließenden Kundgebung dabei und mit Ständen auf dem Familien- und Kinderfest (Musik: Katrin Eggert & The Band) vertreten sind, führt der Demonstrationszug um 10 Uhr auf einer Route durch die Innenstadt bis zum Laurentiusplatz. (Bilder)

Bilder: Die Maidemo des DGB in Wuppertal
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Maidemo des DGB in Wuppertal

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Foto: Christoph Petersen

Dort startet um 11 Uhr eine Kundgebung, auf der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus verschiedenen Branchen nach dem Grußwort von Oberbürgermeisterin Miriam Scherff aus Wuppertaler Sicht zu den Themen sprechen, auf die der DGB unter dem zentralen Mai-Motto aufmerksam macht. Die Forderungen im Wortlaut.

„Für sichere Arbeit und gute Perspektiven! Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Viele Beschäftigte, besonders in vielen Industriebereichen, haben Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Doch die Beschäftigten sind nicht verantwortlich für Krisen, Fehlentscheidungen oder unterlassene Investitionen. Sie sind es, die jeden Tag arbeiten – und damit den Laden am Laufen halten. Arbeitgeber müssen Verantwortung übernehmen: In die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen.

Für lebenswerte Kommunen! Die finanzielle Lage in Wuppertal mehr als angespannt. In wenigen Tagen wird der Rat der Stadt erhebliche Sparmaßnahmen im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes beschließen. Ver.di hatte bereits einen Fragenkatalog an den scheidenden Kämmerer überreicht, da die Unruhe bei den Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung wächst.

Wer tief in die Strukturen der Stadtverwaltung eingreift, muss den Mitarbeitenden, den Bürgerinnen und Bürgern und der Politik offenlegen, welche Folgen diese Eingriffe haben werden. Für die Gewerkschaften steht fest: Einschnitte mit weitreichenden Folgen für Beschäftigte und Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht planlos erfolgen.

Eine starke Rente und gute Versorgung für alle! Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, den man beliebig kürzen kann – er ist die Grundlage für Zusammenhalt und Stabilität. Wer heute behauptet, er sei ,zu teuer‘, lenkt von den eigentlichen Problemen ab: einer ungerechten Vermögensverteilung und einer unzureichenden Finanzierung. Die Rente gehört uns – denjenigen, die in sie einzahlen. Wer ein Leben lang arbeitet, muss im Alter sicher leben können. Und wir brauchen ein Gesundheitssystem, das sich an dem orientiert, was die Menschen benötigen – nicht an den Renditeerwartungen von Investoren. Wir fordern eine Gesundheitsversorgung für alle – unabhängig vom Geldbeutel.

Ein bezahlbares Leben und gegen Abzocke! Auch die Lebenshaltungskosten in Wuppertal steigen, nicht nur bei den Energiepreisen, jetzt auch beim Wohnen. Auch Nahrungsmittel werden immer teuer. Immer mehr Menschen geraten unter Druck, obwohl sie arbeiten. Das zeigt: Der Markt regelt es eben nicht! Wir brauchen eine Politik, die eingreift, reguliert und für spürbare Entlastung sorgt. Gute Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen. Beim Wohnen, bei der Energie und im Supermarkt.“

Der DGB ruft die Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal auf, gemeinsam am 1. Mai für diese Forderungen zu demonstrieren und sich an der Mai-Kundgebung zu beteiligen. „Wir freuen uns über jede und jeden, die den Tag der Arbeit mit uns feiern wollen!“, so Guido Grüning, der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes.