Fuhrpark erweitert AWG hat nun vier vollelektrische Abfallsammler

Wuppertal · Die Wuppertaler AWG hat ihren vollelektrischen Fuhrpark mit drei weiteren E-Abfallsammelfahrzeuge ausgebaut – damit sind nun vier davon in der täglichen haushaltsnahen Müllabfuhr im Einsatz.

Beim Ortstermin an der Thermischen Abfallbehandlungsanlage der AWG auf Korzert stellte die AWG-Geschäftsführung dem Aufsichtsrat die insgesamt vier vollelektrischen Abfallsammler der AWG vor.

Foto: AWG

Mit den drei Neuzugängen setzt die AWG den Weg fort, den sie seit Ende 2024 eingeschlagen hat. Die insgesamt vier E-Lkw übernehmen reguläre Touren im gesamten Stadtgebiet und sollen zeigen, „dass klimafreundliche Antriebe auch bei der haushaltsnahen Müllabfuhr alltagstauglich sind“.

Die neuen Fahrzeuge bieten demnach „eine Kombination aus hoher Reichweite, großer Nutzlast und leistungsstarkem E-Antrieb – ein wichtiger Baustein, um die ambitionierten Klimaziele der Stadt Wuppertal im Verkehr zu unterstützen“.

Die vollelektrischen Abfallsammler sind für die anspruchsvolle Topografie Wuppertals ausgelegt: Steile Anstiege, enge Straßen und häufiges Stop-and-go gehören zum Tagesgeschäft. Pro Tour können die Fahrzeuge knapp zehn Tonnen Abfall aufnehmen und legen rund 80 Kilometer zurück, ohne zwischendurch geladen werden zu müssen.

Angetrieben werden die neuen E-Lkw von vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 500 kW (entspricht 680 PS). Die Batterieeinheit versorgt nicht nur den Antrieb, sondern auch das Presswerk und den Lifter. Geladen wird überwiegend über Nacht auf dem Betriebshof am Klingelholl, zusätzlich steht an der Thermischen Abfallbehandlungsanlage auf Korzert eine Schnelllademöglichkeit mit bis zu 150 kW zur Verfügung.

Für die Wuppertalerinnen und Wuppertaler bringe die Elektrifizierung des Fuhrparks „gleich mehrere Vorteile“, so die AWG: „Die Fahrzeuge fahren lokal emissionsfrei, sodass bei der Abfallsammlung kein Kohlendioxid aus dem Auspuff mehr entsteht und weniger Schadstoffe in der Luft landen.“

Außerdem seien die E-Abfallsammler „deutlich leiser als ihre dieselbetriebenen Vorgänger unterwegs – insbesondere beim Leeren der Abfallbehälter, aber auch beim Anfahren und Bremsen. Gerade in engen Wohnstraßen und in den frühen Morgenstunden sorgt das für mehr Ruhe und eine höhere Lebensqualität in Wuppertal“

Bernd Schulz, seit 2011 bei der AWG und seit anderthalb Jahren „Stammfahrer“ des ersten vollelektrischen AWG-Abfallsammlers: „Mit unserem ersten E-Sammler bin ich total gerne unterwegs. Super ist, dass Ladezeit und Batteriekapazität verlässlich in unseren Tagesablauf passen.“ Der erste AWG-E-Sammler hat seit 2024 bereits mehr als 28.000 Kilometer in Wuppertal zurückgelegt.

AWG-Geschäftsführer Sascha Grabowski: „Unsere insgesamt vier E-Abfallsammelfahrzeuge sind Teil unserer langfristigen Strategie, den AWG-Fuhrpark Schritt für Schritt klimafreundlicher aufzustellen. Um Emissionen weiter zu senken, setzen wir neben dem wichtigen Thema Elektrifizierung auch auf modernisierte Dieseltechnik nach Euro-6-Standard und alternative Kraftstoffe wie HVO 100.“

Der AWG-Aufsichtsratsvorsitzende Benjamin Thunecke: „Die aktuelle Entwicklung im Energiesektor zeigt klar und deutlich: Mit der fortschreitenden Elektrifizierung des Fuhrparks ist die AWG auf dem richtigen Weg, den wir als Aufsichtsrat mit voller Überzeugung mitgehen.“