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Hilfsverein „Mensch zu Mensch“: „ ... an das Wunder des Guten glauben“

Hilfsverein „Mensch zu Mensch“ : „ ... an das Wunder des Guten glauben“

Der Wuppertaler Hilfsverein „Mensch zu Mensch“ engagiert sich seit vielen Jahren in der Ukraine. Jetzt spendete die Stadt einen Rettungswagen für den Ort Buchatsch, zu dem die Ehrenamtler intensive Kontakte pflegen.    

Die meisten Menschen in Butschatsch leben in ebenso kargen wie ärmlichen Verhältnissen: Hohe Arbeitslosigkeit, (zu) teure Lebensmittel und eine mangelhafte medizinische Versorgung sind für sie ständige Alltagsbegleiter. Angetreten, ihre Not etwas zu lindern, ist seit 2001 der Wuppertaler Verein „Mensch zu Mensch“, der einmal jährlich einen Transport in die West-Ukraine startet, um die Bewohner, insbesondere aber auch das Zentralkrankenhaus, mit dringend benötigten Waren und Utensilien zu versorgen (die Rundschau berichtete).

Ende letzten Jahres zurück vom Hilfskonvoi, erklärte Peter Klein vom Vorstand des Vereins im Gespräch mit der Rundschau, dass die Situation nach wie vor angespannt sei, dass der 2005 zur Verfügung gestellte Rettungswagen (RTW) spürbar seinen Zenit überschreite. Und er berichtete von Nadja, der Ehefrau des 2018 verstorbenen, dem Verein sehr verbundenen Dolmetschers, die mit 42 Euro staatlicher Zuwendung im Monat ihr Leben und das des dreijährigen Sohnes Matthäus nicht angemessen finanzieren kann.

Peter Kleins Worte und seine Bitte um Unterstützung verfehlten ihre Wirkung nicht: Einmal mehr spendeten zahlreiche Wuppertaler und Menschen aus der Bergischen Region kleinere und größere Geldbeträge, auf Initiative von Kulturdezernent Matthias Nocke und dem ehemaligen Oberbürgermeister Andreas Mucke sponserte die Berufsfeuerwehr zudem einen ausgemusterten, technisch intakten RTW.

Nachdem die Aktiven des Vereins das Fahrzeug mit neuen, von der Firma „Reifen Weigand“ aus Cronenberg gesponserten und montierten Reifen sowie einer neuen Trage für den Einsatz fit gemacht hatten, wurde der RTW von Mitarbeitern der Klinik abgeholt und nach Butschatsch gebracht. „Zu wissen, dass einmal mehr ein zuverlässiger Rettungswagen zur Unterstützung unserer Arbeit vorhanden ist, gibt ein gutes Gefühl,“ freut sich Chefarzt Dr. Oleg Schchyhol.

Nadja, die Ehefrau des 2018 verstorbenen, dem Verein sehr verbundenen Dolmetscher, und Sohn Matthäus. Foto: Manfred Bube

Etwas entspannt hat sich auch die Lage für Nadja „Als ich ihr vor Wochen mitteilte, dass gezielt 1.500 Euro für sie und den Sohn gespendet wurden, hat sie vor Freude geweint. Verständlich, denn mit diesem Geld kann sie etwa ein Jahr sorgenfrei leben,“ so Peter Klein. Vor Tagen erreichte dann noch ein Dankesbrief von Nadja den Verein: Darin schreibt sie unter anderem: ...jetzt glaube ich an das Wunder des Guten.“

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für den nächsten Hilfstransport, weitere Unterstützung ist willkommen und wird nach wie vor auch gebraucht. Wer helfen kann: Das Spendenkonto hat die IBAN: DE 24 3305 0000 0000 6999 91. Für weitere Informationen steht Klein unter der Telefonnummer 0172 9000 445 zur Verfügung.