Flüchtlinge ziehen um

Flüchtlinge ziehen um

Die Fabrikhalle an der Hastener Straße ist zur Notunterkunft umgebaut. In der kommenden Woche sollen die Flüchtlinge vom Küllenhahn dort einziehen. Die Sporthalle soll dann wieder genutzt werden können.

Seit einem Monat leben in der Turnhalle im Schulzentrum Süd auf Küllenhahn rund 300 Flüchtlinge. In der kommenden Woche steht für sie nun der Umzug in eine ehemalige Fabrikhalle an der Hastener Straße an. Die Sporthalle Küllenhahn soll nach den Herbstferien dann wieder den Schülern und Vereinssportlern zur Verfügung stehen. Jedenfalls wenn alles nach Plan läuft. "Garantieren", sagt Sozialdezernent Stefan Kühn, "können wir das leider nicht. Denn wir wissen nicht, ob das Land uns weitere Flüchtlinge zur Unterbringung schickt."

Aktuell sind rund 700 Flüchtlinge in den drei Notunterkünften des Landes NRW — Yorkstraße, Küllenhahn und Blutfinke — untergebracht. Weitere 150 Plätze hält Wuppertal für das Land in der Jugendherberge bereit. Das Art-Hotel soll als Landeseinrichtung demnächst Platz für 500 Flüchtlinge in Zwei- und Dreibettzimmern bieten. Damit auch die Sporthalle der Gesamtschule Ronsdorf Ende des Monats wieder für den Sport genutzt werden kann, richtet das Gebäudemanagement aktuell die ehemalige Schule an der Hufschmiedstraße für 250 Flüchtlinge her. "Es ist unsere Strategie, die Sporthallen möglichst schnell wieder freigeben zu können", betont Kühn.

Was die kommunale Unterbringung der Flüchtlinge in Wohnungen betrifft — hier hat das Wuppertaler Modell noch immer Vorbildcharakter — sei man gut aufgestellt, berichtet der Sozialdezernent. Rund 80 Prozent der etwa 2.100 Flüchtlinge leben in den eigenen vier Wänden. Kapazitäten habe Wuppertal angesichts der vielen Leerstände genug. Schwieriger gestalte sich hingegen die Suche nach geeigneten Großobjekten. Rund 100 hat die Stadt bereits geprüft, damit die Belegung von Sporthallen in Zukunft vermieden werden kann.

Den Umbau der Fabrikhalle an der Hastener Straße hat das Gebäudemanagement in drei Wochen realisiert. Kosten: 200.000 Euro, die das Land übernimmt.

Mehr von Wuppertaler Rundschau