Maßnahme des Wupperverbandes Erneut weniger Wasser aus der Talsperre für die Wupper

Wuppertal · Wegen der lang anhaltenden Trockenphase gibt der Wupperverband noch einmal weniger Wasser aus der Wupper-Talsperre ab. Dadurch fließen seit Mittwoch (19. August 2026) nur noch 2.500 Liter pro Sekunde am Referenzpegel an der Kluser Brücke in Wuppertal.

Die nur noch zu weniger als einem Drittel gefüllte Wupper-Talsperre soll geschont werden.

Foto: Wupperverband/Benjamin Schaefer

Man habe einen „historisch trockenen Juli“ hinter sich. Das zeige sich unter anderem an den „weiter sinkenden Füllständen der Talsperren“, so der Wupperverband. Die Brauchwassertalsperren am Oberlauf wurden unter anderem dafür gebaut, den Fluss in Trockenphasen zu unterstützen. Das sei bereits in den vergangenen Monaten geschehen.

Da der Füllstand der Wupper-Talsperre aktuell bei 28 Prozent liege und auch aus den Nebenbächen wenig Wasser komme, werde nun der nächste Schritt des Wassermanagements in der Dürrephase umgesetzt, heißt es. Die Bezirksregierung Köln habe zugestimmt.

Anfang August war die Niedrigwasseraufhöhung von 3.500 Liter pro Sekunde am Pegel Kluser Brücke auf 3.000 Liter reduziert worden. Nun werden weitere 500 Liter eingespart. Der Wasserstand ist mit dann rund 16 Zentimetern um etwa fünf Zentimeter niedriger als bei 3.500 Litern pro Sekunde. Man begleite „die Auswirkungen der verringerten Wasserführung mit einem engmaschigen und umfangreichen Gewässermonitoring“.

Auch Bever-Talsperre hilft Wupper

Außerdem bezieht der Verband nun die Bever-Talsperre, die derzeit einen höheren Füllstand als die Wupper-Talsperre hat, stärker ein. „Die bislang gemäß Betriebsplan seit Monaten aus der Bever-Talsperre abgegebene Wassermenge wird leicht erhöht, um das Wuppersystem zusätzlich zu stützen. Die ökologischen Rahmenbedingungen in der Bever-Talsperre werden dabei engmaschig überwacht“, heißt es.

Durch den Zuschuss aus der Bever-Talsperre wird die Wupper-Talsperre um 1.400 Liter pro Sekunde gestützt und entlastet: „So wird das Absinken des Wasservorrats in der Wupper-Talsperre verlangsamt.“ Die aktuelle Dürre in Kombination mit hohen Temperaturen stelle „für die Natur und den Wasserhaushalt in diesem Jahr eine enorme Herausforderung“ dar. „Für die Natur, die Gewässer und die Talsperren ist Regen dringend notwendig.“

Die genannten Maßnahmen dienen laut Wupperverband dazu, „die vorhandenen Wasservorräte im System der Brauchwassertalsperren für die kommenden Monate so gut es geht auszubalancieren.“

Die Niedrigwasseraufhöhung sorge dafür, „dass die Wupper einen Mindestwasserstand hat und nicht austrocknet. Außerdem wird mit dem Talsperrenwasser eine gute Durchmischung in der Wupper gewährleistet, in die unter anderem auch das in den Kläranlagen gereinigte Abwasser abgegeben wird.“