Aus einer finanziellen Notlage heraus entwickelt und über Crowdfunding realisiert (die Rundschau berichtete), erschien im April 2026 die erste Auflage mit 500 Stück. War die Mitte Mai ausverkauft, befindet sich jetzt die zweite Auflage bereits im Druck. Das Thema trifft offensichtlich den Nerv der Zeit.
„Bereits in der Crowdfunding-Phase gab es etwa 300 Vorbestellungen und zahlreiche Anfragen von Schulen, Bibliotheken und Institutionen mit der Bitte, das kindgerechte drei Säulen-Konzept ‚Wünsche, Sparen und Spenden‘ auf Veranstaltungen und Seminaren vorzustellen. Mit der großen Resonanz habe ich nicht gerechnet. Ebenso wenig mit den zahlreichen positiven Rückmeldungen von Vätern und Müttern, die zwischenzeitlich berichteten, mit welcher Begeisterung sich ihre Sprösslinge durch das Buch für einen nachhaltigen Umgang mit Geld sensibilisieren lassen“, freut sich Deborah Scarpino-Helle.
Sie erklärt, warum ihrer Meinung nach das Interesse an „Mia & Lui - Unser Taschengeldabenteuer“ so groß ist: „Parallel zum nachdenklich stimmenden Weltgeschehen nimmt die wirtschaftliche Unsicherheit zu. Was auch zur Folge hat, dass viele Menschen in Deutschland sich im Gegensatz zu früher verstärkt Sorgen um ihre und die finanzielle Zukunft und ihrer Kinder machen. Entsprechend wichtig ist es ihnen, dass der Nachwuchs früh, somit beim Taschengeld, lernt, finanzielle Prioritäten zu setzen“, so die 47-Jährige, die auch als „Die Finanzkomplizin“ in sozialen Medien und VHS-Kursen bekannt ist.
Und auf einen angenehmen Nebeneffekt bei der Umsetzung ihres Konzeptes verweisen kann: „Oft berichten mir Eltern, dass das Übertragen dieser Verantwortung das Selbstwertgefühl ihrer Kinder spürbar steigert.“
Jetzt ist Deborah Scarpino-Helle auch von den Machern der renommierten Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse, die in diesem Jahr vom 14. bis 24. November 2026 stattfindet, zur Teilnahme eingeladen worden. Ein weiterer Mosaikstein, der sie darin bestärkt, das Taschengeldabenteuer um neue Kapitel zu erweitern.
Ideen dafür hat sie einige: „Um möglichst viele Kinder und Eltern erreichen zu können, überlege ich, das Buch auf türkisch und arabisch übersetzen zu lassen, dazu niederschwellige Seminare und Kurse zum leichten Einstieg anzubieten sowie eine digitale App zu entwickeln,“ so die Wuppertalerin.