Dralus, der erstmals als Kind im Alter von 13 Jahren zu Gast im Kinderhospiz war, wurde im Rahmen einer kleinen Feier gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Familien sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern von Dr. Sabine Federmann, der Vorstandsvorsitzenden der Kinderhospiz-Stiftung, und ihrem Stellvertreter Andreas Müller offiziell ernannt.
„Als junger Mensch, der selbst betroffen ist, bringt Dralus als Botschafter eine ganz besondere Perspektive mit. Er kennt die Herausforderungen, Sorgen und Hoffnungen, die Familien in einer schwierigen Lebenssituation begleiten aus eigener Erfahrung. Aktuell studiert er Jura in Köln und engagiert sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Er hält themenbezogene Vorträge auf Kongressen und Veranstaltungen und ist politisch aktiv. Damit ist er ideal geeignet, die Belange der Kinderhospizarbeit zu vertreten“, so das Kinderhospiz.
Joel Dralus: „Das Kinderhospiz ist für mich ein Ort, an dem ich über elf Jahre hinweg gewachsen bin und gelernt habe, dass meine lebensverkürzende Erkrankung ein Teil meiner Identität ausmacht. Ich bin dankbar für die Wegbegleiter, die ich hier in unterschiedlichster Art und Weise habe. Für die Gespräche, für eine starke Schulter und jeden Schabernack.“
Die heutige Ernennung war für alle Beteiligten ein besonderer Moment. In familiärer Atmosphäre wurde gemeinsam gefeiert, erzählt und Ideen für die Zukunft formuliert. Dabei stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Verbundenheit.
Hospizleitung Kerstin Wülfing: „Es ist für jeden hier ein ganz besonderer Moment. Viele von uns kennen Herrn Dralus, seit er ein Kind war. Seine Entwicklung und was er bis heute erreicht hat, ist beeindruckend. Wir alle sind unglaublich stolz, dass er für unser Haus die Aufgabe des Botschafters übernimmt.“
Mit seinem Engagement möchte Joel Dralus dazu beitragen, das Thema Kinderhospizarbeit stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, Berührungsängste abzubauen und Menschen für die wichtige Arbeit der Kinderhospize zu sensibilisieren: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die Themen der Kinderhospizarbeit stärker in den Fokus gesellschaftlicher und politischer Debatten zu rücken.“