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Donnerstag in aller Früh - die Rückkehr der Wuppertaler Schwebebahn

Wuppertaler Wahrzeichen : Donnerstag in aller Früh - die Rückkehr der Schwebebahn

Fast neun Monate ruhte der offizielle Fahrbetrieb. Am Donnerstag (1. August 2019) nimmt die Wuppertaler Schwebebahn um 5.12 Uhr ab Vohwinkel und drei Minuten später ab Oberbarmen wieder den Linienverkehr auf. Die Rundschau ist dann vor Ort.

Die Erleichterung ist groß. Nicht nur bei den Stadtwerken (WSW), sondern auch bei den Wuppertalerinnen und Wuppertalern. Sie können endlich wieder die 13,3 Kilometer lange Strecke mit ihren 20 Stationen entlang der Talachse nutzen - wie bislang mehr als 80.000 Passagiere pro Tag.

Im November 2018 war in der Nähe der Haltestelle Zoo/Stadion ein Stromkabel abgerissen. Es traf das Heck eines an der Ampel Siegfriedstraße stehenden Autos. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Der Betrieb wurde umgehend eingestellt.

Die WSW sicherten in den folgenden Monaten das Gerüst zusätzlich. Unter anderem wurden alle 18.000 so genannten „Klemmbacken“ ausgetauscht und mit weiteren Sicherungen versehen. Die Staatsanwaltschaft stellte zwischenzeitlich eingeleitete Untersuchungen ein, letztlich sei eine Verkettung unglücklicher Umstände verantwortlich für den Vorfall gewesen. Die WSW beziffern den finanziellen Schaden auf mehr als zwei Millionen Euro.

Die Wuppertaler nahmen den mehrmonatigen Ausfall insgesamt gelassen hin - ähnlich wie schon die dreijährige Sperrung der B7 für den Umbau des Hauptverkehrsknotens Döppersberg. Entlang der Schwebebahn-Strecke waren Ersatzbusse im Einsatz. Unter der Woche hatten die Stadtwerke alle Haltestellen noch einmal komplett gereinigt. Geplant sind am Donnerstag viele kleine Aktionen entlang der Strecke. Werbeteams verteilen Geschenke. An der Station Zoo/Stadion warten zwischen 9 und 14 Uhr ein Waffelstand und ein Eiswagen auf die Fahrgäste.

Ganz abgeschlossen ist das Kapitel mit dem „Neustart“ am frühen Donnerstagmorgen allerdings noch nicht. Zwar hatten die Stadtwerke während der Zwangspause sämtliche alten Waggons in Rente geschickt. Für das neue Betriebssystem liegen aber noch nicht alle Nachweise und Dokumentationen vor. Deshalb müssen die Fahrerinnen und Fahren noch einmal neu geschult werden, sobald es soweit ist. Man hoffe, dass die nächste Pause vielleicht nur ein Wochenende dauere, so die Stadtwerke.