Dazu gehören unter anderem eine neue Lernstandserhebung in Klasse 5, die Ausweitung des zentralen Schülerfeedbacks, digitale Zielvereinbarungen und eine weitere Checkliste für Grundschulen. „„Wer mit Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schülerinnen und Schülern in Wuppertal spricht, weiß: Unsere Schulen haben andere Sorgen als noch eine Checkliste und noch ein Testverfahren. Sie brauchen vor allem mehr Zeit, mehr Personal und weniger Bürokratie“, so Engin.
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Frau Feller ist seit viereinhalb Jahren Schulministerin. In dieser Zeit hätte sie den Schulalltag spürbar verbessern können. Stattdessen kommen immer neue Lernstandserhebungen, SMART-Zielvereinbarungen, Checklisten und Vorgaben hinzu. Das bedeutet für die Schulen vor allem eines: zusätzliche Arbeit.“
„Besonders deutlich“ werde das bei der neuen Lernstandserhebung in Klasse 5: „Natürlich kommen Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen aus der Grundschule an die weiterführenden Schulen. Das wissen die Lehrerinnen und Lehrer längst. Was ihnen fehlt, sind nicht weitere Daten, sondern die Zeit und die personellen Ressourcen, um jedes Kind gezielt zu fördern.“
Engin: „Künftig gibt es Lernstandserhebungen in den Klassen 2, 3, 5, 7, 8 und 10. Das zeigt, wohin die Schulpolitik von Frau Feller geht: immer mehr testen, messen und dokumentieren. Gleichzeitig bleibt im Unterricht immer weniger Zeit für das, worauf es ankommt – Lernen, Wiederholen, Vertiefen und individuelle Förderung.“
Zudem seien die Lehrpläne weiterhin so voll, dass Lehrerinnen und Lehrer vielfach damit beschäftigt sind, Stoff abzuarbeiten. Für selbstständiges Lernen, Kreativität und echte pädagogische Arbeit bleibt zu wenig Raum. Hier hätte die Ministerin ansetzen müssen.“