Freundschaftliche Verbundenheit 12. Mai: Israelische Flagge am Wuppertaler Rathaus

Wuppertal · Die drei Oberbürgermeister im Bergischen Städtedreieck haben bereits vor einigen Wochen vereinbart, am 12. Mai vor ihren Rathäusern die israelische Flagge zu hissen. Uwe Schneidewind (Wuppertal), Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) und Tim Kurzbach (Solingen) folgen damit einem Aufruf, den die Deutsch-Israelische Gesellschaft an alle deutschen Städte gerichtet hat.

 Die Flagge im Mai 2022 am Wuppertaler Rathaus.

Die Flagge im Mai 2022 am Wuppertaler Rathaus.

Foto: Stadt Wuppertal

Am 12. Mai 1965 haben die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen. 20 Jahre nach dem Ende des schrecklichsten Kapitels der jüdischen Geschichte schufen sie damit die Grundlage für Annäherung und Aussöhnung, die zu Austausch, Freundschaft und vielseitiger Partnerschaft führte.

„Beer Sheva ist seit 1977 unsere Partnerstadt in Israel. Wir sind freundschaftlich miteinander verbunden und haben in mehr als drei Jahrzehnten viele persönliche Kontakte geknüpft. Dafür hat der 12. Mai 1965 den Boden bereitet", betont Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. „Deshalb zeigen wir Flagge für die deutsch-israelische Freundschaft."

Die Flaggen in Solingen und Remscheid und Wuppertal sollen auch ein Zeichen für die Zukunft setzen. Gerade in einer Zeit, in der wachsende Judenfeindlichkeit zu beobachten sei, wolle man die Botschaft der internationalen Resolution „Mayors united against antisemitism“ (Bürgermeister gegen Antisemitismus), die 2016 unterzeichnet worden war, bekräftigen. „Wir stehen zu Israel, wir stehen zum Judentum. Wir werden in unseren Städten keine Form des Antisemitismus dulden“, machen die drei Oberbürgermeister deutlich.

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