Tiere werden versorgt

Betr.: Wuppertal hat kein Tierheim / Leserbriefe

Im Zusammenhang mit Seilbahn oder Pina Bausch-Zentrum kritisieren Leserbriefschreiber, dass die Stadt „aus finanziellen Gründen kein eigenes Tierheim betreiben könne, in dem ausgesetzte Tiere versorgt würden“. Diese Darstellung trifft nicht zu.

Die Stadt trägt grundsätzlich alle Kosten für die medizinische Versorgung, Unterbringung und Betreuung von Fundtieren. Dies ist eine gesetzliche Aufgabe der Kommunen. Sie arbeitet dabei, wie fast alle Städte in Deutschland, mit Tierschutzvereinen zusammen, die Tierheime oder Auffangstationen betreiben. Bis zum Jahr 2012 war der Wuppertaler Tierschutzverein mit seinem Tierheim Kooperationspartner der Stadt, dann kündigte der Verein im April 2012 den Vertrag zum Jahresende, um künftig nur noch private Abgabetiere aufzunehmen. Im letzten Jahr der vertraglichen Zusammenarbeit erhielt der Tierschutzverein von der Stadt Wuppertal rund 215.000 Euro.

Seit der Kündigung werden Fundhunde in benachbarten Tierheimen und Katzen durch den Katzenschutzbund Wuppertal mit großem Engagement umfassend medizinisch versorgt, betreut und – wenn sie nicht von ihren Haltern wieder abgeholt werden – an geeignete Familien vermittelt. Alle Kosten dafür trägt nach wie vor die Stadt Wuppertal.

Der Service für die Finder eines Tieres hat sich seitdem deutlich verbessert, denn mit der Leitstelle des Ordnungsamtes (bis 22 Uhr, Telefon 563–4000) und der Feuerwehr (Telefon 563–1111) steht ein 24-Stunden-Notdienst für Fundtiere zur Verfügung.

Im März 2016 erfuhr die Stadtverwaltung, ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger, aus den Medien, dass der Tierschutzverein das Tierheim zum September 2016 schließt. Die Kooperation mit der Stadt war zu diesem Zeitpunkt bereits seit fast vier Jahren durch den Verein beendet.

Presseamt der Stadt Wuppertal

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