Briefe von Leserinnen und Lesern „Die Hünefeldstraße kein rechtsfreier Raum“

Wuppertal · Betr.: Situation in der Hünefeldstraße

Symbolbild.

Foto: Rundschau

Seit Wochen und Monaten herrscht in der Hünefeldstraße eine Situation, die für AnwohnerInnen zunehmend unverständlich und ärgerlich ist. Es stellt sich die Frage: Warum wird hier eigentlich nicht kontrolliert und gehandelt?

Immer wieder stehen Autos direkt vor Garagen. Bei einer Garage hängt sogar ausdrücklich ein Hinweis, dass bitte rechts und links jeweils ein Meter Platz gelassen werden soll. Und zwar nicht zum Reinfahren, sondern um das Auto davor parken zu können. Wozu hat man eigentlich eine Garage, wenn dort kein Auto abgestellt wird? Und warum wird die Situation nicht einmal kontrolliert?

Hinzu kommt, dass eine Firma seit mehreren Wochen Materialien auf der Straße lagert und dadurch gleich zwei Parkplätze blockiert. Auch hier scheint niemand einzuschreiten. Und nebenbei stehen die Firmen Transporter, Firmenautos, Anhänger jeden Abend aufs neues auf vielen Parkplätzen und blockieren aufgrund der Größe erneut mehrere Parkplätze. Während Anwohner teilweise lange nach einem Parkplatz suchen müssen.

Besonders widersprüchlich ist die Situation für Radfahrer und Rollerfahrer. Die Hünefeldstraße ist mittlerweile eine Fahrradstraße. Gleichzeitig ist der frühere Radweg auf dem Gehweg weiterhin farblich deutlich abgesetzt. Viele Fahrrad- und Rollerfahrer nutzen deshalb weiterhin den Gehweg, obwohl die Straße als Fahrradstraße ausgewiesen ist. Kontrollen scheinen auch hier kaum oder gar nicht stattzufinden.

Für die Anwohner wird die Situation zusätzlich belastend, weil man sich nicht einmal mehr traut, andere Verkehrsteilnehmer auf Fehlverhalten anzusprechen. Wer auf die Regeln hinweist, muss teilweise mit Beleidigungen, Schubsen oder sogar Drohungen rechnen. Das kann und darf kein normaler Zustand sein.

Es geht hier nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen. Es geht darum, dass Regeln offenbar nur dann funktionieren, wenn ihre Einhaltung auch kontrolliert wird.

Deshalb stellt sich für mich als Anwohner ganz konkret die Frage: Wie konnte das Chaos in der Hünefeldstraße überhaupt so weit kommen – und warum wird nichts dagegen unternommen?

Wir brauchen keine weiteren Schilder oder Markierungen, wenn sich anschließend niemand darum kümmert, dass die bestehenden Regeln eingehalten werden. Was es braucht, sind klare Zuständigkeiten, regelmäßige Kontrollen und vor allem konsequentes Handeln.

Die Hünefeldstraße ist ein öffentlicher Verkehrsraum und kein rechtsfreier Raum. Wann wird endlich dafür gesorgt, dass sie auch entsprechend behandelt wird?

Frank Müller

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