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Letztes Buch von Dorothea Müller: Fast so wie ein kleines Vermächtnis

Letztes Buch von Dorothea Müller : Fast so wie ein kleines Vermächtnis

„Einmal reicht! Stationen eines Lebens“ – so heißt das letzte Buch der Wuppertaler Autorin Dorothea Müller. Es ist vor kurzem im Nordpark-Verlag erschienen.

Gerade, als der 100-Seiten-Band, den ein Nachwort von Hermann Schulz abschließt, vollendet war, ist Dorothea Müller im Herbst mit 81 Jahren gestorben.

Ihre „Stationen eines Lebens“ lesen sich darum fast wie ein kleines Vermächtnis: Die Autorin, die sich oft mit „kleinen Leuten“ oder (sowohl beruflich als auch schriftstellerisch) mit Menschen, die ein Stück weit am Rand der Gesellschaft stehen, beschäftigte, schildert in „Einmal reicht!“ ihr eigenes Leben. Wenige Kapitel sind es – und sie umspannen doch die gesamte Nachkriegszeit mit Kindheit, Erwachsenwerden, Ehe, Familie. Schwere Zeiten waren das – vor allem für eine Frau mit eigenem Kopf, eigenen Plänen. Dorothea Müllers Ton dabei ist, wie er immer war: Zwar leicht, aber eindringlich – und ungeschminkt ehrlich.

Was in „Einmal reicht!“ steckt, hätte Stoff für einen großen – und dabei auch bitteren (aber eben nicht nur) – Familienroman geboten. Schade, dass es dazu nicht mehr gekommen ist.