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Kultur in Wuppertal: Die „Engels-Maschine“

Kultur : Die „Engels-Maschine“

In der „börse“ an der Wolkenburg herrscht auch während des Lockdowns kein Stillstand.

Derzeit gehen die Proben für die Uraufführung von „Ich kann des Nachts nicht schlafen vor lauter Ideen des Jahrhunderts“ in die finale Phase. Die Premiere des Theaterstückes zum Engelsjahr findet am Freitag (15. Januar 2020) aufgrund des Lockdowns online statt. Darstellerin des Ein-Frau-Stückes aus der Feder von Regisseur Torsten Krug ist die bekannte Wuppertaler Schauspielerin Julia Wolff. Die Uraufführung wird auf der Streaming-Plattform www.Stew.One übertragen. Weitere Aufführungen mit Publikumspräsenz folgen voraussichtlich ab März und im Herbst.

Zum Stück: Fast zwei Jahrzehnte, von 1850 bis 1869, lebt Friedrich Engels in Manchester ein Leben voller Widersprüche. Tagsüber „Baumwoll-Lord“, nachts revolutionärer Sozialist. Um die kommunistische Sache voranzutreiben, unterstützt er Marx mit regelmäßigen Unterhaltszahlungen und steht ihm als Briefpartner mit Recherchen und Expertisen aus der kapitalistischen Praxis beim Schreiben zur Seite. Für Geschäftspartner muss er die Fassade des Besitzbürgers aufrecht erhalten, als Kapitalist mit repräsentativer Wohnung beteiligt er sich an der Fuchsjagd.. Privat unterhält er als Liebhaber der irischen Arbeiterinnen Mary und Lizzie Burns eine geheime Zweitwohnung.

Eine Frau von heute taucht – mit Hilfe der „Engels-Maschine“ – ein in die Gedankenwelt von Friedrich Engels, die viel über unsere moderne Welt zu erzählen hat. Umgeben von Technik und Kameras, geht Engels auf Sendung – mit allen seinen zahlreichen Widersprüchen.