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KV Nordrhein: zur EMA-Entscheidung: „AstraZeneca ist unverzichtbar“

Corona-Pandemie : KV Nordrhein: „AstraZeneca ist unverzichtbar“

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein lobt die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), den Impfstoff von „AstraZeneca“ weiter zuzulassen.

„Ich begrüße es ausdrücklich, dass sowohl die EMA als auch das PEI grünes Licht für die weitere Verwendung von AstraZeneca gegeben haben, wenn auch künftig mit wachsamen Augen auf mögliche seltene Nebenwirkungen. Beide Instanzen betonen richtigerweise, dass der Nutzen des AstraZeneca-Impfstoffs weiterhin das Risiko überwiegt“, so Bergmann.

Gerade mit Blick auf das aktuelle hohe Infektionsgeschehen und den gleichzeitigen Wunsch, möglichst schnell wieder in eine gewisse Alltagsnormalität zurückkehren zu können, brauche man „grundsätzlich jeden verfügbaren Impfstoff. Wir können es uns gesellschaftlich nicht leisten, auf so einen entscheidenden Baustein bei der Immunisierung der Bevölkerung zu verzichten. Was wir dabei aber auch brauchen, ist eine klare Kommunikation der politischen Entscheidungsträger – gerade auch mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen, die bei jedem Impfstoff auftreten können.“

Bergmann weiter: „Unsere niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen im Rheinland warten nun darauf, endlich selbst ins Impfgeschehen einsteigen zu dürfen. Sofern ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, könnten zukünftig in Nordrhein gut 500.000 Impfungen wöchentlich durchgeführt werden – dies würde die Immunisierung der hiesigen Bevölkerung immens nach vorne bringen. Dann könnten wir auch tatsächlich eine weitgehende Durchimpfung bis in den Sommer erreichen. Ich erhoffe mir daher von der heutigen Konferenz der Gesundheitsminister klare Ansagen vor allem zum Startdatum der Praxis-Impfungen. Wir sind bereit für diesen bedeutenden Schritt. Dass unsere Ärztinnen und Ärzte schnell und sicher impfen können, zeigt auch die folgende Zahl: Am heutigen Tag haben wir die Eine-Million-Marke bei den Impfungen im Rheinland geknackt.“