1. Corona Virus

4. Mai 2020: Corona: Pressekonferenz der Wuppertaler Stadtspitze

Aktuelles zu Corona im Liveticker : „Wir werden Spielplätze öffnen“

Wie üblich lud die Wuppertaler Stadtspitze auch an diesem Montag (4. Mai 2020) zur Pressekonferenz ins Barmer Rathaus ein - diesmal natürlich mit Maskenpflicht. Auf der Agenda stand die aktuelle Lage und Entwicklung in Sachen Corona-Virus sowie das digitale Angebot des Von der Heydt-Museums und die aktuelle Umsetzung eines Radverkehrskonzept. Der Liveticker zum Nachlesen.

Corona-Tote: Die Zahl - in Wuppertal sind Stand Montag, 4. Ma1 2020, 66 Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid19 registriert - ist im Vergleich weiter hoch. Gesundheitsdezernent Stefan Kühn führt als Erklärung auch die vielen Fälle im Augustinusstift ins Feld. „Aber für die teils hohen Diskrepanzen zwischen einzelnen Städten in NRW gibt es weiter keine valide Erklärung.“ Allerdings, so Kühn, gleiche sich das langsam an. So habe Wuppertal in letzter Zeit ein Quote von 12 Toten je 100.000 Einwohnern, in anderen, bislang bei den absoluten Zahlen deutlich niedriger liegenden Städten, sei die Zahl jetzt im selben Zeitraum deutlich höher. Die Rede ist zum Beispiel von Krefeld (26 je 100.000 Einwohner), Duisburg (22) oder Hagen (22).

Spielpatz-Öffnungen, Kitas und Schulen: Stefan Kühn: „Wir werden, wie vom Land gestattet, Spielplätze, öffen - aber keine Bolzplätze. Wir behalten uns aber vor, einzelne Spielplätze auch wieder zu schließen, wenn die Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden. Bei den Kitas gab es vorige Woche ein Eckpunktepapier von Bund und Land, das weder Zahlen noch einen konkreten Zeitplan enthält. Hier soll am Mittwoch wieder konferiert werden, wir müssen da die Weichenstellungen genauso abwarten wie bei den Schulen.“

Corona-Zahlen: Gesundheitsdezernent Stefan Kühn: „Wir haben einen anhaltenden positiven Trend. Am 23. April 2020 hatten wir den Höchststand erreicht. 256 Infizierte so wie heute hatten wir zuletzt am 8. April 2020. Das zeigt vorsichtige Entspannung, aber Wachsamkeit ist weiter geboten, denn wir stehen vor Wochen mit entscheidenden Weichenstellungen. Zum Beispiel, ob in Hinblick auf die Lockerungen einen Trendwende einsetzt. Bisher ist das zum Glück nicht der Fall.“

Lockerungen in der Verwaltung und bei Zoo & Co.: Stadtdirektor Johannes Slawig: „Wir haben vorige Woche im Krisenstab darüber diskutiert und festgestellt, dass wir bei unserer aktuellen Arbeitsweise bleiben werden, bei der persönliche Kontakte möglichst vermieden werden sollen. In den Rathäusern Barmen und Elberfeld wollen wir die Eingangsbereiche neu organisieren. Außerdem müssen die Mitarbeiter in den öffentlichen Bereichen Mund-Nasen-Schutz tragen. In den Büros soll jeweils nur ein Mitarbeiter sein, das geht, weil so viele im Homeoffice sind. Stadtbibliothek und Stadtarchiv sind ab heute wieder geöffnet, aber nur kontaktlose Ausleihe und Rückgabe. Über die Öffnung anderer Einrichtungen wie Musikschule, Bäder und den Zoo haben wir diskutiert, haben uns aber dagegen entschieden, bis es für die jeweilige Einrichtung ein fachlich geprüftes Infektionsschutzkonzept gibt. Auf dieser Basis kann der Krisenstab dann neu entscheiden. Beim Zoo geht es auch darum, vor einzelnen Tiergehegen Menschenansammlungen zu vermeiden. Ich habe selbst kurz vor der Schließung im Zoo gesehen, wie es ist, wenn die Leute ein neues Elefantenbaby sehen wollen. Der Zoo arbeitet aber daran. Mit einer Neuregelung kann man frühestens nächste Woche rechnen.“

Verstöße am Wochenende: Die Zahlen werden immer niedriger, am langen Wochenende gab es keine nennenswerten Einsätze - sicher auch dem schlechteren Wetter geschuldet.

Auch bei der Pressekonferenz der Wuppertaler Stadtspitze gilt jetzt Maskenpflicht - so wie in allen städtischen Gebäuden. Foto: Rundschau

Maskenpflicht in Wuppertal: Der OB hat den Eindruck, dass sie eingehalten wird. Ob es künftig auch in Wuppertal ähnlich wie im Oberbergischen Kreis Bußgelder bei Verstößen gibt, ist noch offen. Mucke glaubt aber, dass soziale Kontrolle und Hinweise reichen.

Corona-Lage: Mucke: „Die positive Entwicklung der Zahlen ist das Resultat der Bemühungen der vergangenen Wochen. Deshalb werden wir bei allen Maßnahmen, die wir an den Start bringen, immer so viel Schutz wie irgend möglich in den Vordergrund stellen. Es geht nicht daraum, wer den Schönheitspreis für die meisten Öffnungen bekommt. Vorsicht ist weiterhin geboten. Für uns geht es heute Nachmittag im Krisenstab darum, wie wir mit den neuen Vorgaben von Land und Bund umgehen. Das kommt wieder sehr kurzfristig. Da muss ganz viel organisiert werden.“

Masken im Rathaus: Oberbürgermeister Andreas Mucke erklärt die Sache mit der Maskenpflicht im Rathaus: Im Zuge des Hochfahrens der Verwaltungsdienstleistungen und vermehrter Bürgerkontakte wurde das ab heute eingeführt.

Herzlich willkommen! Schönen guten Tag aus dem Barmer Rathaus. Hier beginnt gleich die Pressekonferenz des Oberbürgermeisters. Die Stadtspitze ist allerdings noch nicht da - vielleicht arbeiten die Herren noch an der Montage der Schutzmasken, die jetzt auch im Rathaus Pflicht sind. Fest steht schon mal, dass die Maskenpflicht bei der Nutzung der angebotenen Getränkeauswahl gewisse Schwierigkeiten aufwirft ...