1. Corona Virus

Wuppertaler Kunstaktion gegen die Flut virtueller Ereignisse

Plakatwände : Kunstaktion gegen die Flut virtueller Ereignisse

Seit Ende April läuft in Wuppertal eine Kunstaktion im öffentlichen Raum. Auf insgesamt 16 Plakatwänden sind unter dem Motto „out and about – Kunst geht raus“ großflächige Werke zu sehen.

Die Idee dazu hatte der Künstler „Frank N“ in Kooperation mit Birgit Pardun, Sabine Bohn und Andreas Komotzki. „Der virtuelle Raum ermöglicht Künstlern zur Zeit des Corona-Shutdowns, zumindest nicht ganz von der Bildfläche zu verschwinden – im wahrsten Sinne des Wortes.“

Dennoch: „Es ist natürlich etwas anderes, vor einem Originalbild zu stehen, eine Band live zu hören, ein Theaterstück zu sehen. Erleben schließt weitere Dimensionen ein: Räumlichkeit, die Größe des Originals, Gerüche, Geräusche, Temperatur, Wetter, ja, eben viele Sinneseindrücke gleichzeitig. Darauf müssen wir beim Kunsterleben im Netz leider verzichten“, so die Erklärung. Aber: Wir gehen nicht ins Netz! Wir gehen raus – machen Kunst trotz Social Distancing sinnlich erlebbar. Wir zeigen analoge (wenn auch nicht originale) Kunst im öffentlichen Raum gegen die Flut virtueller Ereignisse in allen (nicht nur) kulturellen Bereichen.“ Der Außenwerber Ströer stellt dem Künstlerkollektiv derzeit ungenutzte Großflächen kostenlos zur Verfügung.

Die Standorte und Werke:
● Legobrücke (Schwesterstraße)
● Unterbarmen / Ostersbaum. Linke Straßenseite: Birgit Pardun, madbaddreams, Acryl auf Lkw-Plane, rechts: Andreas Komotzki, SLOW DAY in Venice, Fotografie Linke Straßenseite im Tunnel: Sabine Bohn, thick woven aberets, Acryl auf Leinwand, rechts: Sabine Bohn, veiled in a cloud of fragrance, Acryl auf Leinwand. Rechte Straßenseite im Tunnel: Frank N Malecón Fotografie, rechts: Frank N, Party is over, Fotografie. Rechte Straßenseite. Andreas Komotzki, SLOW DAY in Venice, Fotografie
● Sonnborner Straße 44 (gegenüber Stadion):
Frank N, Ein Gespenst geht um, Digital Art / Birgit Pardun, Donald Fuck, Acryl auf Leinwand / Sabine Bohn, The good place, Acryl auf Leinwand
● Luisenstraße / Deweerthscher Garten:
Birgit Pardun, Das muss so, von wegens der Sicherheit (Ausschnitt), Acryl auf Leinwand
● Eckernförder Straße / Uellendahler Straße: Frank N, Hopper Revisited, Digital Art
● Arrenberger Straße 70 (am Bolzplatz):
Andreas Komotzki, SLOW DAY in Venice, 1212151553 Fotografie
Wolkenburg / Bendahler Straße (gegenüber „börse“): Andreas Komotzki, SLOW DAY in Venice, Fotografie
Kaiserstraße 88 (Schwebebahn-Haltestelle Bruch). Links: Sabine Bohn, loose tresses, rechts: Birgit Pardun, Schwarmblödheit, Acryl auf Lkw-Plane