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Sportstudio-Inhaberin: „Es geht hierbei um die Existenz“

Corona-Pandemie : Sportstudio-Inhaberin: „Es geht hierbei um die Existenz“

Der Zutritt zum Club erfolgt nur mit Mundschutz und Termin. Ausreichend Desinfektionsmittel ist vorhanden. Das Training fände mit Sicherheitsabstand statt, denn auf rund 200 Quadratmetern wären nur vier Personen gleichzeitig unterwegs. Dennoch darf das Vohwinkeler Fitnessstudio „Mrs. Sporty“ nicht öffnen.

Inhaberin Mandy Irmscher kann die Entscheidung der Landesregierung, Sportstudios weiterhin geschlossen zu halten, nicht nachvollziehen: „Während Supermärkte und andere Geschäfte geöffnet haben dürfen, obwohl dort Abstände nicht eingehalten werden, darf ich meinen Betrieb nicht aufrechterhalten. Dabei käme es in meinem Studio nicht zu Gedränge.“

Nicht nur für ausreichend Platz sei gesorgt, auch die Hygieneauflagen erfülle das Studio über das erforderliche Maß. „Der Zutritt erfolgt kontaktlos über die Mitgliederkarte und eine Öffnungsanlage. Auf dem Code kann hinterlegt werden, ob Zutritt gewährt wird oder nicht. Dementsprechend bekommen auch nur gebuchte Termine Zugang. Während der aktuellen Situation stellen wir keine Aufenthaltsmöglichkeiten zur Verfügung. Mitglieder kommen schon in Trainingskleidung. Nur die Möglichkeit zum Händewaschen wird gegeben. Desinfektionsspender befinden sich im Eingangs- und Trainingsbereich“, erklärt Irmscher.

Außerdem werde das Studio mehrmals am Tag gereinigt, und das Training könne kontaktlos absolviert werden. „Wir trainieren ohne Geräte oder Hanteln. Es gibt so viele Möglichkeiten, nur mit dem eigenen Körper zu arbeiten. Die Trainerin stünde natürlich mit Abstand zur Trainierenden“, erklärt sie.

Einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung zur Öffnung für eine eingeschränkte Nutzung hat Mandy Irmscher bei der Stadt Wuppertal bereits eingereicht. Ergebnis: Absage. „Kann ich nicht verstehen. Ich wünsche mir, dass sich die Veranwortlichen mal ein Bild vor Ort machen. Es geht hierbei um die Existenz meiner Mitarbeiter und mir.“