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Corona-Infektionen in Wuppertaler Pflege-Wohngemeinschaft

Pandemie : Corona-Infektionen in Wuppertaler Pflege-Wohngemeinschaft

In der Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen am Oberdörnen ist eine Bewohnerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie sei kurz darauf wieder fieberfrei gewesen und zeige bislang keinerlei Symptome, teilte der Pflegedienst Wessel mit, der die Frau ambulant betreut. Am Donnerstagabend (30. April 2020) kam ein weiterer Fall hinzu.

Die Bewohnerin war demnach wegen eines geschwollenen Handgelenks in der Ambulanz des Petrus-Krankenhauses versorgt worden. Weil sie zu diesem Zeitpunkt Fieber hatte, wurde vorsorglich ein Test durchgeführt. Der ergab ein „schwach positives“ Ergebnis. „Wir haben sofort alle notwendigen Schritte eingeleitet“, so Geschäftsführer Michael Wessel. Dazu gehörte die sofortige Isolation der Bewohnerin, die seitdem unter Quarantäne in ihrem Zimmer stehe. Dort werde sie „unter vollumfänglichen Schutzmaßnahmen“ gepflegt und versorgt.

Die Pflegekräfte, die in direktem und engem Kontakt mit der Patientin waren, wurden ebenfalls sofort unter häusliche Quarantäne gestellt. „Die übrigen Mitarbeiter, die zwar zeitgleich im Dienst waren, aber keinen direkten Kontakt mit dieser Bewohnerin hatten, bleiben auch die kommenden 14 Tage im Dienst. Ein Personalwechsel gemäß dem regulären Dienstplan findet zur Sicherheit der übrigen Mitarbeiter nicht statt“, heißt es. Alle Pflegekräfte sowie Bewohnerinnen und Bewohner sind am Mittwoch (29. April, auf das Corona-Virus getestet worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden zudem täglich entsprechend überprüft.

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Am späten Nachmittag (30. April) wurde bekannt, dass es ein weiteres positives Testergebnis einer anderen WG-Bewohnerin gibt. Sofort seien auch für sie alle notwenigen Maßnahmen getroffen worden. Auch diese Bewohnerin sei symptomfrei. „Das Gesundheitsamt hat uns sehr schnell und umfassend informiert“, sagt Wessel, „so dass wir ebenso schnell handeln konnten.“ Alle im Dienst befindlichen Mitarbeiter hätten negative Testergebnisse.

Wessel: „Unser Personal trägt Schutzbrillen, FFP2-Masken, Kittel und Handschuhe. Seit dem 7. April besteht zudem die Verpflichtung aller Mitarbeiter, vor Arbeitsbeginn Fieber zu messen und einen Gesundheitspass zu führen. Nur, wer völlig symptomfrei ist, darf arbeiten.“ Zeitgleich sei mit der nicht vorgeschriebenen, prophylaktischen täglichen Fiebermessung der Bewohnerinnen und Bewohner begonnen worden. „Wir haben bereits Anfang März die Arbeit in Schicht-Blöcken eingeführt. Zwei Teams sind im Wechsel jeweils eine Woche im Dienst und haben danach eine Woche frei. So werden die Kontakte der Mitarbeiter untereinander auf ein Minimum reduziert“, erklärt der Geschäftsführer.

Seit Inkrafttreten der Kontaktbeschränkungen gilt ein absolutes Besuchsverbot in den Wohngemeinschaften. An den Eingängen des Gebäudes sowie innerhalb der Wohngemeinschaften gibt es Spender mit Desinfektionsmitteln.