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Die Rundschau-Chronik 2017: Q wie Quotenbringer

Die Rundschau-Chronik 2017 : Q wie Quotenbringer

Eine Mysterieserie made in Wuppertal? Klingt gewagt, hat den Machern Marc Schießer und Marcel Becker-Neu in diesem Jahr aber nicht nur reichlich Klicks im Internet sowie die Zusage einer zweiten Staffel, sondern auch gleich zwei renommierte Fernsehreise beschert.

"Wishlist", das ist eine Webserie, in der es um die gleichnamige App geht, die den Besitzern ihre Wünsche erfüllt — aber nicht umsonst. Denn für jeden Wunsch gibt es eine Aufgabe, die vorher erfüllt werden muss. Und die werden immer krasser... Gedreht und produziert wurde in Wuppertal. Das erfolgreichste Format auf dem Jugendkanal "funk" von ARD und ZDF geht in diesen Tagen in die zweite Runde.

Kein Wunder, hat die innovative Serie doch sowohl den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis des "Deutschen Fernsehpreis 2017" wie auch den "Grimme-Preis" gewonnen. In ihrer Begründung lobte die Jury etwa die kraftvollen Bilder und das schnelle Erzähltempo der Kultserie. Im Oktober kam mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis eine weitere Auszeichnung dazu.

Und auch ein anderer (gebürtiger) Wuppertaler hat in diesem Jahr einen wahren Meilenstein der Fernsehgeschichte geschaffen: Tom Tykwers Krimi-Fernsehserie "Babylon Berlin" gilt mit einem Budget von knapp 40 Millionen Euro als die bislang teuerste deutsche Fernsehproduktion und teuerste nicht-englischsprachige Serie. "Babylon Berlin" erzählt auf Basis der Bestseller-Reihe von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath im Berlin der 1920er Jahre das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst.

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Erstmals haben bei dieser Produktion die öffentlich-rechtliche ARD Degeto und der Pay TV-Sender Sky die Kräfte gebündelt und das Mammutprojekt gemeinsam finanziert. Die ersten Folgen liefen im Herbst bei Sky. Bis die Serie in der ARD zu sehen ist, dauert es noch ein Jahr.