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NABU-Aktion: Weniger Vögel in Wuppertaler Gärten gezählt

NABU-Aktion : Weniger Vögel in Wuppertaler Gärten gezählt

Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“, die vom 6. bis 9. Januar 2022 stattfand, haben mehr als 350 Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal ehrenamtlich Tiere gezählt. An 261 Beobachtungspunkten wie Gärten, Parks und Balkonen sichteten sie insgesamt 7.450 Vögel, im Schnitt 28,5 Vögel pro Areal.

Damit ist die Zahl der Vögel pro Garten erneut zurückgegangen. 2020 waren es 30,8, 2019 noch 32,6. Dagegen wurden im Schnitt in ganz Deutschland etwa 36 Vögel und neun verschiedene Arten pro Garten gemeldet. Die deutschlandweiten Werte liegen leicht über denen des Vorjahres, aber deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Mitmachaktion wird seit elf Jahren vom Naturschutzbund (NABU) organisiert und wissenschaftlich ausgewertet.

Am häufigsten wurden in Wuppertal Kohlmeisen, Blaumeisen, Amseln, Haussperlinge (Spatzen), Gimpel und Ringeltauben gesichtet. „Auffällig ist dabei, dass immer weniger Spatzen beobachtet werden. Vor einigen Jahren waren es noch mehr als drei pro Garten, jetzt keine zwei Exemplare mehr. Dagegen scheint es wieder mehr Kohlmeisen im Tal zu geben. Sie sind im Schnitt mit 4,5 Exemplaren pro Garten die am häufigsten gezählte Art in unserer Stadt“, so der Wuppertaler NABU.

Der Wuppertaler NABU-Vorsitzende Hans-Peter Schill sieht in den Zahlen einen Auftrag für mehr Engagement beim Vogelschutz: „Auch wenn es Gewinner und Verlierer gibt, unterm Strich nimmt die Zahl der Vögel langfristig und schleichend von Jahr zu Jahr ab. Die naturnahe Gestaltung unserer Gärten ist entscheidend. Wenn mehr Menschen in Wuppertal ihre Gärten vor allem insektenfreundlich gestalten, können wir diesen Trend drehen. Insekten sind die Hauptnahrung der Vögel bei der Jungenaufzucht im Sommer. Und das sieht man dann eben auch an der Zahl der Vögel im nächsten Winter."

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Der ehrenamtliche Einsatz vieler Naturfreunde – wie bei der „Stunde der Wintervögel“ in Wuppertal – ist für Ulrich T. Christenn (Vorsitzender des Wuppertaler Umweltausschusses) ein positives Signal: „Dass sich so viele Menschen Zeit nehmen, um die Natur zu beobachten und Daten zusammenzutragen, ist erfreulich. Und wer die Natur intensiv beobachtet, wird sie auch wertschätzen und schützen. Es ist gut, wenn die Naturschutzverbände, wie der NABU, dieses bürgerschaftliche Engagement unterstützen und fördern.“