Skulptur von Jonas Hohnke Regenbogen auf Liegewiese des Freibads Mählersbeck

Wuppertal · Rot, orange, gelb, grün, blau und violett: Ab sofort projiziert im neu eröffneten Freibad Mählersbeck das Kunstwerk „Sun Light Screens“ farbige Lichtzonen in seine Umgebung.

Jonas Hohnke hinter seinem Werk.

Foto: Stadt Wuppertal

Die zweiteilige Skulptur aus jeweils sechs strahlenförmig angeordneten Glasscheiben wurde am Donnerstag (13. August 2026) in Anwesenheit von Künstler Jonas Hohnke der Stadt übergeben.

Ein kleiner Wermutstropfen trübte die Freude darüber, denn wegen der hohen Temperaturen der vergangenen Wochen wird es noch ein wenig dauern, bis der Rasen zwischen den Glasscheiben angewachsen ist. Erst dann kann „Sun Light Screens“ seine volle Wirkung entfalten. „Die Glaselemente filtern das Tageslicht. Abhängig von Sonnenstand, Wetter und Bewegung der Besucherinnen und Besucher entstehen so sich ständig verändernde Farbsituationen auf der Wiese, im Raum und auf anwesenden Personen“, erläuterte Jonas Hohnke.

Die vom Regenbogen inspirierte Arbeit soll Wasser, Licht und Farbe als wesentliche Elemente des Standortes Mählersbeck verbinden und einen offenen, sinnlich erfahrbaren Raum schaffen. Die Farbvielfalt steht dabei symbolisch für Offenheit, Lebendigkeit und ein friedliches Miteinander. Der kleinere Teil der Skulptur (Durchmesser: 1,60 Meter) ergibt sich aus der Aussparung im Inneren des größeren (Durchmesser: 8,40 Meter). Alle Glaselemente sind 2,10 Meter hoch.

Frauke Frank, Leiterin der Bäderabteilung im Sport- und Bäderamt der Stadt Wuppertal: „Schön, dass die Absperrbaken pünktlich zur Pool-Party am kommenden Sonntag abgeräumt werden konnten. „Sun Light Screens“ wird eine weitere Bereicherung für die Badegäste sein.“

Als Leiterin des Objektmanagements beim Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal hofft Susanne Thiel, „dass schon seine sinnliche Erfahrbarkeit das Werk vor Vandalismus schützt. Der Künstler hatte aber auch bei Materialwahl und Konstruktion Sicherheit und Pflege im Blick.“

Für den Wettbewerb standen im Rahmen des Freibadneubaus 100.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zur Verfügung. Ende Januar 2026 hatte sich ein neunköpfiges Preisgericht für die Realisierung von Jonas Hohnkes Beitrag ausgesprochen.

Die vier weiteren Kunstschaffenden, die zum Wettbewerb eingeladen worden waren, hatten ebenfalls Entwürfe eingereicht: „Crab Mentality“ (Denise Werth), „Fremdkörper“ (Charlotte Perrin), „Family size“ (Samuel Treindl) und „status aquae (Liminal)“ (Jaana Caspary).

Jonas Hohnke, 1983 in Wuppertal geboren, studierte an der Kunstakademie Münster bei Cornelius Völker und war Meisterschüler bei Guillaume Bijl und Ayse Erkmen. Darüber hinaus führten ihn Stipendien und Arbeitsaufenthalte nach Paris, New York, Salzburg und Wien, wo er bei Heimo Zobernig studierte.