Theater in Cronenberg: Von Mord bis Gershwin

Theater in Cronenberg : Von Mord bis Gershwin

350 Vorstellungen und 25.000 Besucher pro Jahr — das ist die stolze Bilanz des Theater in Cronenberg (TiC). Den Erfolg erklärt sich Ralf Budde so: "Die Einmaligkeit ist das Erfolgsgeheimnis. Dazu gehört auch die Kleinheit des Theaters." Jetzt stellte das TiC das Programm für die aktuelle Spielzeit vor.

Traditionell begann das Jahr im TiC mit einem Krimi. "Die Leute mögen es unheimlich und der Regisseur kann bei einem Krimi aus den Vollen schöpfen", so Ralf Budde, der das TiC gemeinsam mit Stefan Hüfner künstlerisch leitet und bei dem Stück selbst die Regie übernimmt. "Fünf Frauen und ein Mord" läuft noch bis Mitte Juni.

Ein Wiedersehen gibt es in diesem Jahr mit den vier Damen aus "Heiße Zeiten", das 2015 Premiere feierte. Am 20. April geht es nun weiter mit "Höchste Zeit". Diesmal befinden sich die vier Heldinnen im Hochzeitsrausch, denn eine von ihnen will heiraten. Das Besondere des Stücks: "Alle Befindlichkeiten werden durch bekannte Rock-, Pop-, und Soul-Hits ausgedrückt", verrät Hüfner. Nur eben mit anderen Texten.

Die Komödie "Maria, ihm schmeckt's nicht", nach dem Roman von Jan Weiler, wird durch Julia Meier inszeniert und hat am 18. Mai Premiere. Die Wuppertalerin stand früher selbst auf der Bühne des TiC, ging an die Folkwang-Hochschule und ist jetzt zurück im Tal. In "Maria, ihm schmeckt's nicht" führt sie das erste Mal Regie. "Bekannt ist das Stück vielen bereits als Film mit Christian Ulmen", erinnert Budde.

Ebenfalls lustig wird es in "Drei Mann in einem Boot" (Premiere: 14. September). Auch diese Komödie wurde bereits mehrmals verfilmt. Jedoch, betont Hüfner, dass diese Film- und Fernsehfassungen nichts mit dem Bühnenstück zu tun haben. "Regisseur Thomas Gimbel wird sich deutlich enger am Original orientieren."

"Broadway trifft auf Western Saloon Style", so beschreibt Stefan Hüfner das Musical "Crazy for You" und kündigt den Auftakt am 19. Oktober an. Ein junger Bankierssohn aus den 30er Jahren möchte Musicalstar werden. Seine Mutter ist dagegen und schickt ihn in die Wüste. "Eine Hommage an George Gershwin", nennt Ralf Budde die Inszenierung durch Patrick Stanke.

In der Reihe "Starke Stücke" sollen dem Publikum auch anspruchsvolle Werke nahe gebracht werden. Durch Stefanie Smailes inszeniert, feiert "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" am 9. November in dieser Reihe Premiere.

Der Ausklang des Jahres wird dann wieder ganz traditionell: Der beliebte Klassiker "Die Feuerzangenbowle" läuft wieder ab 24. November in Cronenberg — ebenso wie "Eine Weihnachtsgeschichte" ab dem 2. Dezember. Hüfner betont: "Mir liegt sehr viel an diesem Kinder- beziehungsweise Familienstück."

Immer mehr Anklang beim jungen Publikum findet übrigens das Improvisationsprogramm: Im "Theatersport" spielen jeweils zwei Gruppen gegeneinander und bei "Mein Song" führen die Darsteller selbst ausgesuchte Stücke auf. Mit Blick auf das Ganze TiC sagt Hüfner: "Der Spaß steht im Vordergrund".

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