Fußball-Regionalliga WSV-Sportchef Manno: „Wollen den Kader verbessern“

Wuppertal · Zum dritten Mal in Folge bestreitet der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV eine Punktpartie im Oberhausener Niederrheinstadion – diesmal wieder ein Heimspiel. Gegner ist am Samstag (22. April 2023) ab 14 Uhr der 1. FC Düren. WSV-Sportchef Gaetano Manno hat zuvor Einblicke in die Personalplanung gegeben.

 Der Sportliche Leiter Gaetano Manno.

Der Sportliche Leiter Gaetano Manno.

Foto: Dirk Freund

Trainer Hüzeyfe Dogan blickte am Donnerstag noch einmal auf die späten Punktverluste durch das 2:2-Unentschieden bei RWO zurück. „Es ärgert mich immer noch, es war total überflüssig. Wenn man kurz vor Schluss 2:1 führt, muss man den Gegenspieler einfach mal umhauen und ein taktisches Foul begehen, statt ihn durchlaufen und flanken zu lassen. Das war nicht gut verteidigt. Solche Spiele muss man nach Hause schaukeln, wenn wir ganz oben angreifen wollen.“

Das Problem aus seiner Sicht: „Wir waren fahrlässig mit den Torchancen, das darf uns nicht passieren. Wir waren klar die bessere Mannschaft und haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Das ist etwas untergegangen.“

Dennoch gab es durch die Vertragsverlängerungen mit Durim Berisha und Kevin Pytlik für Dogan auch Grund zur Freude: „Sie bilden das Gerüst in der Abwehr mit Lion Schweers, haben eine gute Mentalität, sind stark im Zweikampf und haben dieselben Ziele wie wir: Sie wollen eine Liga höher.“

Pytlik, dem ein Angebot des Drittligisten Viktoria Köln vorlag, soll in der kommenden Saison „als Führungsspieler vorangehen“ (Dogan) und dabei seine kartenbedingten Sperren reduzieren. „Er darf nicht so blauäugig mit den Karten umgehen. Aber er hat hinzugelernt. In Wiederbrück war es aus meiner Sicht ohnehin keine rote Karte. Ich kann ihn aber nicht im Zweikampf zurückhalten. Es ist unangenehm, gegen ihn spielen zu müssen. In den ersten neun Spielen der Saison hat ohne ihn eine gewisse Stabilität gefehlt“, so der WSV-Coach, der sich neben einer Dreierkette auch die Vierervariante vorstellen kann.

Nach Marco Stiepermann (Spielertrainer beim ASC Dortmund), Bastian Müller (Alemannia Aachen) und Moritz Montag (RW Oberhausen) steht auch der Abgang von Noah Salau bevor. „Er hat mir gesagt, dass er gehen möchte. Er hat eine Anfrage von anderem Verein, spätestens nächste Woche fällt die Entscheidung“, kündigt der Sportliche Leiter Gaetano Manno an.

 WSV-Trainer Hüzeyfe Dogan.

WSV-Trainer Hüzeyfe Dogan.

Foto: Dirk Freund

Der Vertrag von Ersatztorhüter Franz Langhoff wird nicht verlängert. Er wird durch einen Schlussmann ersetzt, der (wie Berisha) die U-Regelung erfüllt. Zudem werden zwei oder drei Spieler aus der A-Jugend hochgezogen. Fest steht auch, dass Routiniers wie Marco Königs, Roman Prokoph, Jerome Al-Haizameh und Valdet Rama den WSV verlassen. Lewin D’Hone soll möglichst bleiben.

Manno kämpft derweil momentan noch um Torjäger Serhat-Semih Güler (17 Saisontreffer): „Wir als Verein werden alles versuchen, ihn zu halten. Er ist ein positiver Typ. Ich habe zwei Mal in dieser Woche mit ihm geredet. Er weiß, was er hier hat, und kommt mit Trainer sehr gut klar. Am Ende liegt es an ihm.“ Verl und Viktoria Köln sollen Interesse haben.

Zu kursierenden Stürmernamen wie die von Enzo Wirtz (Kaan-Marienborn) sowie der Wuppertaler Cedric Harenbrock (RWE) und Daniel Keita-Ruel (Waldhof Mannheim) sagt Manno: „Wir sind grundsätzlich an allen guten Spielern interessiert. Aber da kann man auch 50 weitere Namen nennen. Wir haben eine Liste. Klar ist: Wir wollen unseren Kader verbessern, auch wenn wir spät dran sind.“

Am Samstag fehlen Durim Berisha (Adduktoren, Einsatz in dieser Saison fraglich), Noah Salau und Kevin Rodrigies Pires. Noah Salau nicht zur Verfügung. „Die Motivation ist nach wie vor gegeben. Wir wollen die restlichen Spiele gewinnen“, kündigt Dogan an.