Fußball-RL: Freitag in Velbert Im Derby zählt nur noch ein WSV-Sieg

Wuppertal · Eigentlich wäre das Derby am Freitag (29. September 2023) in der Fußball-Regionalliga zwischen der SSVg. Velbert und dem Wuppertaler SV (19:30 Uhr, IMS Arena) in die Kategorie „ziemlich normal“ gefallen. Nach dem peinlichen Pokal-Aus des WSV beim Bezirksligisten SW Alstaden ist es sportlich nun aber deutlich brisanter.

 Der WSV hofft auf die Unterstützung möglichst zahlreicher Fans.

Der WSV hofft auf die Unterstützung möglichst zahlreicher Fans.

Foto: Dirk Freund

Hauptgeldgeber Friedhelm Runge, der ob seiner massiven finanziellen Zuwendungen den Aufstieg in die 3. Liga ersehnt, holte nach der Blamage zum verbalen Rundumschlag aus. Im Grunde verschonte er dabei keinen, egal ob Mannschaft, Offizielle oder Vereinsvertreter. Und ausgerechnet jetzt geht es nach Velbert. In die Stadt, in der Runges Firma EMKA seinen Hauptsitz hat – und die sich als Sponsor auch bei der Spielvereinigung engagiert.

Runge hat den Druck massiv erhöht und dabei bewusst – wie meist in solchen Situationen – nicht den internen, sondern den öffentlichen Weg gewählt. Nach den zuletzt drei sieglosen Pflichtspiel-Auftritten (1:4 bei Paderborn II, 1:1 gegen Wiedenbrück und 3:4 n.V. in Alstaden) sollen die Mannschaft, Trainer Hüzeyfe Dogan und der Sportliche Leiter Gaetano Manno nun endlich wieder liefern.

Hauptziel ist dabei, die poröse Defensive in den Griff zu bekommen – auch mit Hilfe aller Mannschaftsteile. Einfach wird das nicht. Zum einen fehlen weiterhin die Abwehrstützen Kevin Pytlik (Rotsperre) und Lion Schweers (verletzt), außerdem haben einige Akteure die 120 Minuten in den Knochen. Und das zu Saisonbeginn vorhandene Selbstbewusstsein ist weg. Gefordert sind nun vor allem die Führungsspieler. Dass der Kader auch trotz der Ausfälle über genügend Qualität verfügt, davon sind die Verantwortlichen überzeugt.

Der WSV hofft auf dabei auch auf die Unterstützung der Fans, die die IMS Arena (ohnehin noch bis Ende Oktober Ausweichstätte der Rot-Blauen) stimmungstechnisch übernehmen sollen. Das Stadion, das rund 2.800 Zuschauerinnen und Zuschauer fasst, ist allerdings noch nicht ausverkauft, lediglich die Haupttribüne.

Sicher ist: Ein Sieg muss im Derby beim Aufsteiger her, der sechs Punkte geholt hat, auf Tabellenplatz 16 rangiert und mit Tristan Duschke einen ehemaligen Wuppertaler in seinen Reihen hat. Sonst wird es beim WSV, der zwei Punkte hinter Spitzenreiter Fortuna Köln auf Rang drei liegt, in der kommenden Woche noch deutlich unruhiger als es ohnehin schon ist.

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