Deutschlandradio: Wuppertaler wird neuer Intendant

Deutschlandradio : Wuppertaler wird neuer Intendant

Der Wuppertaler Stefan Raue wird neuer Intendant des Deutschlandradios. Der 58-Jährige erhielt am Donnerstag (8. Juni 2017) auf der Sitzung des Hörfunkrates 26 von 36 Stimmen. Raue tritt sein Amt am 1. September 2017 an.

Stefan Raue, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, baute sein Abitur am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium. Seine journalistische Laufbahn begann er nach einem geisteswissenschaftlichen Studium und einem Volontariat als Reporter beim WDR (1987-1990). Anschließend arbeitete er als Politikredakteur und Chef vom Dienst bei RIAS-TV, bevor er 1992 Programmbereichsleiter Aktuelles und Nachrichten beim Fernsehen der Deutschen Welle wurde.

Seit 1995 war Stefan Raue in verschiedenen Positionen beim ZDF tätig, u.a. als Schlussredakteur des "heute-journal" und als stellvertretender Leiter der Senderredaktion der "heute"-Nachrichten. Von 1997 an fungierte er Redaktionsleiter des Magazins "Blickpunkt", zusätzlich war er seit 1999 stellvertretender Hauptredaktionsleiter im Bereich Politik und Zeitgeschehen des ZDF. Seit November 2011 bekleidet er den Posten des trimedialen Chefredakteurs beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Raue war einstimmig vom Verwaltungsrat vorgeschlagen worden.

Erstes Interview nach der Wahl. Foto: Deutschlandradio

Der neu gewählte Intendant: "Es ist mir eine Ehre, das Deutschlandradio als eines der wichtigsten Leitmedien in Deutschland zu führen. Zentrale Entwicklungschancen sehe ich in der weiteren Profilierung der Programmangebote, der Arbeit an einer digitalen Zukunft mit Formaten, die in ihrer Ästhetik und Dramaturgie den Nutzungsgewohnheiten auch jüngerer Zielgruppen entsprechen, dem Zusammenwachsen der beiden Standorte sowie der Diskussion über die Zukunft des Auftrags und der Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland."

Der amtierende Intendant Dr. Willi Steul (66): "Ich freue mich, dass mit Stefan Raue ein Kollege mit menschlich hervorragendem Ruf und nachgewiesener journalistischer Professionalität nun das Haus führen wird."

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