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Wuppertaler „Stadtratstheater“ im ehemaligen Schauspielhaus​

Projekt „Wohnen in der Politik“ : „Stadtratstheater“ im ehemaligen Schauspielhaus

„Wohnen in der Politik – Stadtratstheater“ knüpft vom 1. bis 4. Dezember 2022 dort an, wo das Projekt zur Sichtbarmachung kommunalpolitischer Entscheidungsprozesse Corona-bedingt seine Wohngemeinschaft im ehemaligen Schauspielhaus im März 2020 auflösen musste.

Was machen „die da oben“ eigentlich mit Wuppertal? Bleibt die ehemalige Bundesbahndirektion am Döppersberg ein leerer Kasten oder wird sie ein „drittes Rathaus“? Bleibt die Fußgängerzone am Laurentiusplatz oder fahren da bald wieder Autos? „Der Rat der Stadt ist das wichtigste Entscheidungsgremium unserer Kommune. 80 Politikerinnen und Politiker entscheiden hier für und über Wuppertal. Zwischen den Klischees politikverdrossener Bürgerinnen und Bürger und realitätsferner Politik köchelt eine bunte Suppe, gewürzt mit essentiellen Fragen unseres Zusammenlebens!“, so die Veranstalter.

Vier szenisch-interaktive Reportagen im alten Schauspielhaus, dem künftigen Pina-Bausch-Zentrum, machen mit Elementen der Originalreden aus dem Stadtrat Wuppertals politische Entscheidungsprozesse sichtbar. Expertinnen und Experten werden von den Akteuren und dem Publikum befragt, das seinerseits aktiv in die Szenerie eingebunden wird.

Donnerstag, 1. Dezember 2022, 20 Uhr sowie Freitag, 2. Dezember 2022, 20 Uhr: Thema I - Die Bundesbahndirektion. „Der städtische Haushalt ist nicht dazu da, private Fehlinvestitionen zu retten.“ Donnerstag und Freitag widmet sich „Stadtratstheater“ der Ratssitzung, in der die Anmietung der ehemaligen Bundesbahndirektion am Döppersberg als ein „drittes“ Rathaus entschieden wurde.

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Samstag, 3. Dezember 2022, 20 Uhr und Sonntag, 4. Dezember 2022, 18 Uhr: Thema II – Fußgängerzone Laurentiusplatz: „Poser in ihren hochgerüsteten Mobilmonstern [fahren] um den Laurentiusplatz.“ Die Aufführungen am Samstag und Sonntag behandeln die Ratssitzung, in der um die Verstetigung der Fußgängerzone am Laurentiusplatz gerungen wurde.

Die Corona-Pandemie führte 2020 zum plötzlichen Abbruch des Projektes „Wohnen in der Politik“. Mit dem Blick in das Getriebe der kommunalpolitischen Prozesse unter dem Titel „Stadtratstheater“ kommt das Projekt zweieinhalb Jahre später zum Abschluss. Für die künstlerische Umsetzung sind Iris Ebert, Olaf Reitz und Christoph Rodatz verantwortlich.

Szenisch beteiligt sind Studierende des Public Interest Designs der Bergischen Universität Wuppertal und verschiedene Expertinnen und Experten. Das Bühnenbild gestalten Studierende der Szenografie unter Leitung von Britta Eiermann aus der Fachhochschule Dortmund.