Wupperverband vermeldet zu wenig Niederschlag: Wärmster Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Wupperverband vermeldet zu wenig Niederschlag : Wärmster Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Hochsommerlich zeigte sich der Juni – besonders im Vergleich zum kühlen Mai. Der deutsche Wetterdienst vermeldete den wärmsten und sonnigsten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Insgesamt 0,4 Grad wärmer als der bisherige wärmste Juni im Jahr 2003 war der Juni 2019. Geregnet hat es viel zu wenig.

In einigen deutschen Städten kletterte die Temperatur im letzten Monatsdrittel auf beinahe 40 Grad. Die höchste Lufttemperatur im Wuppergebiet wurde an der Messstelle der Kläranlage Leverkusen mit 37,4 Grad am 25.Juni 2019 gemessen.

Mancherorts sprach man von Tropennächten, da die Temperatur nicht unter 26 Grad fiel. Die Sonnenscheindauer betrug mit rund 300 Stunden fast 100 Stunden mehr als 198 Stunden, die durchschnittlich gemessen wurden.

Trotz der Hitze und Trockenheit steht für die Wasserwerke ein ausreichender Wasservorrat zur Verfügung. Ein akutes Knappheitsproblem besteht nicht. Aber ein bewusster und sensibler Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser ist grundsätzlich ratsam. Hierzu kann jeder einen Beitrag leisten.

Dass deutlich zu wenig Regen fiel, im letzten Drittel des Junis überhaupt keiner, zeigen die Zahlen des Wupperverbands: In der Kläranlage Solingen Burg lag der Niederschlags-Wert bei 41 Liter pro Quadratmeter, üblich sind dort 102 Liter. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen wurden 50 Liter erreicht, im Schnitt sind es dort 97 Liter. In der Wuppertaler Kläranlage Buchenhofen fielen 43 Liter statt der durchschnittlichen 96 Liter.

Am meisten Niederschlag gab es an der Vorsperre Große Dhünn mit 56 Litern, Monatsmittel sind dort 100 Liter. Am wenigsten Regen wurde an der Brucher-Talsperre in Marienheide gemessen, nämlich 33 Liter.

Am stärksten regnete es im letzten Monat am 3 Juni: An der Großen Dhünn-Talsperre fielen 11 Liter. In Burg waren es 14 Liter.