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Scharfe Kritik des Einzelhandelsverbandes: Verwirrung um Mittelaltermarkt

Scharfe Kritik des Einzelhandelsverbandes : Verwirrung um Mittelaltermarkt

Nächste Runde im Streit um die Wuppertaler Weihnachtsmärkte 2017: Der Handelsverband NRW Rheinland (HVNRW) kritisiert, dass der Verwaltungsvorstand der Stadt beschlossen habe, auf dem Elberfelder Laurentiusplatz einen normalen Weihnachtsmarkt statt des bisherigen "Mittelalterlichen Märchenmarktes" zu veranstalten.

Davon kann laut Stadtverwaltung aber gar keine Rede sein.

Das Luisenviertel mit seiner Kneipenszene und vielen inhabergeführten Fachgeschäften sei "etwas Besonderes". Deshalb habe die Interessengemeinschaft Friedrich-Ebert-Straße bewusst einen traditionellen Märchenmarkt ausgerichtet, so der HVNRW. "Damit ist es jetzt entgegen einer bestehenden Zusage, den Märchenmarkt bis 2019 veranstalten zu können, vorbei, denn der Verwaltungsvorstand der Stadt Wuppertal, bestehend aus dem Oberbürgermeister und den Beigeordneten", habe entschieden, dass auf dem Laurentiusplatz 2017 ein Weihnachtsmarkt herkömmlichen Zuschnitts stattfinde, so HVNRW-Geschäftsführer Ralf Engel.

Stadt-Pressesprecherin Martina Eckermann reagierte prompt per facebook-Kommentar: "Die Kritik von Herrn Engels ist nicht nachvollziehbar. Die Auslobung für den Weihnachtsmarkt 2017 auf dem Laurentiusplatz sieht ausdrücklich einen weihnachtlichen Themenmarkt vor, der dem besonderen historischen Ambiente und Charakter des Platzes und seines Umfeld gerecht wird, eine Holzumzäunung aufweisen soll, etc. Das heißt: Die Auslobung passt exakt auf einen Mittelaltermarkt." Auf Rundschau-Nachfrage hatte die Stadt zuvor bestätigt, dass für den Markt auf dem Laurentiusplatz eine Bewerbung eingegangen sei. Ob es sich dabei um den bisherigen Veranstalter Ars Draconis handele, darf aus wettbewerbsrechtlichen Gründen noch nicht gesagt werden. Für die Märkte auf dem Barmer Johannes-Rau-Platz sowie in der Elberfelder Innenstadt verzeichne man jeweils zwei Bewerber.