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Tipps für mehr Sicherheit und Gesundheit

Hygiene im Alltag : Tipps für mehr Sicherheit und Gesundheit

In der heutigen Zeit ist das Thema Hygiene im Alltag wichtiger denn je. Wir schützen uns jedoch damit nicht nur vor Viren vielerlei Art, sondern auch vor anderen ansteckenden Erregern. Wie sich die Sicherheit und damit die eigene Gesundheit im Alltag verbessern lassen, zeigt dieser Artikel.

Schon die einfachsten Maßnahmen helfen dabei, dass Krankheitserreger keine Chance haben. Das gilt sowohl für Viren, Bakterien, aber auch Pilze, die sich von Mensch zu Mensch übertragen können. Obwohl uns Menschen zwar alle Hygiene-Maßnahmen bekannt sind, so ist es nicht immer so einfach, sie im Alltag auch umzusetzen. Teilweise stehen nur öffentliche Toiletten zur Verfügung, es könnte keine Seife vorhanden sein oder andere Anwesende haben sich nicht an die Nies-Etikette gehalten. Was es auch ist – mit diesen einfachen Tipps gehen Sie sicherer durch Ihren Alltag.

Gründlich Hände waschen

Das A und O der Alltagshygiene bezieht sich auf das Waschen der eigenen Hände. Wir berühren Tag für Tag unzählige Gegenstände, ganz gleich, wo wir uns aufhalten. Es beginnt bereits an der Haustür, über den Türöffner bis hin zu fremden Türklinken oder Griffe in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wann immer wir einen Gegenstand oder ein Objekt berühren, kann es sein, dass sich dort Krankheitserreger befinden. Dabei stellen zwar Viren und Bakterien die häufigsten Krankheitsherde dar – das sagt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – jedoch können sich auf diesem Weg durchaus auch Pilze bzw. deren Sporen übertragen. Ein wenig beachtetes, aber definitiv vorhandenes Risiko sind in diesem Metier Pilze, welche beispielsweise Nagelpilz auslösen können – ganz klar nicht nur ein Problem an Fußnägeln. Ein besonderes Risiko für eine Ansteckung mit Pilzinfektionen, stellen Orte mit feuchtwarmem Klima dar.

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Das Reinigen der eigenen Hände ist daher auch das Wichtigste, um sich selbst und wiederum im Umkehrschluss auch andere zu schützen. Über die Hände werden laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beispielsweise Grippe-Viren oder Viren für Magen-Darm-Erkrankungen übertragen. Auch zum richtigen Hände waschen hat die BZgA eine offizielle Empfehlung:

  • Die Hände sollten mehrmals täglich, ausreichend lange, gründlich sowie mit Seife gewaschen werden.
  • Zuerst werden die Hände unter fließendem und sauberen Wasser angefeuchtet.
  • Als nächstes werden Handrücken, Handflächen, Fingerspitzen sowie die Zwischenräume der Finger eingeseift.
  • Danach erfolgt das gründliche Einschäumen, welches mindestens 20 bis 30 Sekunden dauern sollte.
  • Erst jetzt werden Seife, aber auch Krankheitserreger und Schmutz durch das fließende Wasser abgewaschen.
  • Nach dem Hände waschen erfolgt das sorgfältige Abtrocknen, welches mit einem sauberen Tuch stattfinden sollte.

Dies wäre das offizielle und damit „perfekte“ Prozedere des gründlichen Hände Waschens. Doch was bedeutet „regelmäßig“ konkret? Wann sollte man sich in der Realität und im Alltag die Hände waschen und wann ist es besonders wichtig?

Auch hierzu hat das BZgA eine Antwort und empfiehlt, dass Sie sich stets die Hände waschen, wenn Sie:

  • nach Hause kommen
  • die Toilette besucht haben
  • ein Kind beim Toilettenbesuch begleitet haben
  • sich selbst die Nase geputzt haben
  • geniest haben
  • gehustet haben
  • Kontakt zu einem erkrankten Menschen hatten
  • ihren oder einen fremden Müll berührt oder rausgebracht haben
  • Kontakt zu tierischen Produkten (wie Abfall, Tierfutter oder Tieren selbst) hatten

Abgesehen von diesen Situationen wird auch empfohlen, sich die Hände zu waschen, ehe Sie kochen und eine Mahlzeit einnehmen. Wenn Sie in Ihren eigenen Räumlichkeiten für noch mehr Hygiene sorgen wollen (indem Sie beim Hände waschen den eigenen Wasserhahn gar nicht berühren müssen), sind sensorgesteuerte Wasserhähne empfehlenswert.

Für unterwegs wiederum gibt es notfalls Handreinigungsgele. Diese ersetzen zwar keine gründliche Handwäsche, sind als erste Maßnahme aber besser, als überhaupt keine Reinigung vorzunehmen.

Etikette beim Niesen und Husten beachten

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Foto: Robert Kneschke - stock.adobe.com/Robert Kneschke

Wann immer ein Mensch hustet oder niest, allerdings im Grunde genommen auch während des Sprechens und Atmens, können Bakterien und Viren weiterverbreitet werden. Damit Sie diese Ansteckungsgefahr für andere Menschen weitestgehend verhindern können, sollten Sie bei einer eigenen Erkältung stets die Husten- und Niesetikette beachten. Dies verhindert im Bestfall, dass Sie andere Menschen mit einer Tröpfcheninfektion anstecken, wenn Sie beispielsweise selbst erkältet sind.

  • Halten Sie zu anderen Menschen möglichst einen Abstand von mindestens einem Meter – und gegebenenfalls mehr, wenn es die Situation erfordert (z.B. aufgrund spezieller Regelungen).
  • Drehen Sie sich von anderen Personen weg, wenn Sie husten oder niesen müssen. Sollte sich eine Person nicht von Ihnen wegdrehen, können Sie sich zumindest selbst noch zügig wegdrehen.
  • Niesen oder Husten Sie in ein Taschentuch. Handelt es sich um Stofftaschentücher, sollten diese danach heiß gewaschen werden. Einmaltaschentücher sind danach zu entsorgen. Falls kein Taschentuch greifbar ist, sollten Sie notfalls in Ihre eigene Armbeuge niesen und husten.
  • Waschen Sie sich nach dem Niesen, Husten oder nach dem Putzen Ihrer Nase möglichst gründlich die Hände.

Wenn Sie unterwegs sind, können Sie sich die Hände auch desinfizieren, wenn Sie einen der öffentlichen Spender für Desinfektionsmittel sehen. Dennoch ist das gründliche und ausreichend lange Hände waschen immer noch die erste und beste Maßnahme.

Abstand kann helfen

Nicht immer lassen sich Kontakte zu erkrankten Personen vermeiden. Wenn es allerdings möglich ist, sollten Sie stets Abstand halten (mindestens einen Meter). Noch besser ist es, den Kontakt während der Erkrankung zu vermeiden, damit sich die erkrankte Person zudem in Ruhe auskurieren kann.

Wenn Ihre Hilfe jedoch erforderlich ist, achten Sie auf Abstand, regelmäßiges und gründliches Hände waschen sowie ein regelmäßiges Lüften. Verwenden Sie außerdem keine gemeinsamen Utensilien (wie z.B. Handtücher) und verzichten Sie auf Umarmungen, Küsse und Weiteres.

Hygiene im eigenen Haushalt – die besten Tipps

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Foto: Konstantin Yuganov - stock.adobe.com/Yuganov Konstantin

Nachdem wir uns mit der grundlegenden Hygiene beschäftigt haben, folgen nachfolgend noch einige Tipps, die sich auf den eigenen Haushalt beziehen.

  • Putzen Sie Ihre Wohnung regelmäßig und entfernen Sie somit Staub, Schmutz, eventuelle Krankheitserreger. Die Putzlappen (vor allem von der Reinigung des Bades und der Küche) sollten danach bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Waschen Sie auch Ihre Handtücher regelmäßig bei 60 Grad Celsius und wechseln Sie die Handtücher in regelmäßigen Abständen. Für die Häufigkeit gibt es keine klare Richtlinie, da Ihr persönliches Empfinden sowie auch die Außentemperatur, Duschverhalten und weitere Faktoren eine Rolle spielen, wann ein Handtuch getauscht werden sollte.
  • Reinigen Sie die Waschmaschine regelmäßig heiß – idealerweise mit einem speziellen Waschprogramm oder einer Trommelreinigung.
  • Lüften Sie regelmäßig (ideal ist morgens und abends oder öfter für mindestens fünf Minuten) alle Zimmer stoßweise durch. Der Hintergrund ist die Tatsache, dass in geschlossenen Räumen die Anzahl an Krankheitserregern stark steigen kann, wenn nicht gelüftet wird – das ist insbesondere wichtig, wenn Sie oder ein Familienmitglied erkrankt ist.
  • Wenn Sie leicht verderbliche Lebensmittel lagern wollen, sollten diese im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Waschen Sie sich beim Zubereiten von Speisen möglichst auch zwischendurch die Hände, da Sie auch zwischendurch verschiedene Dinge in Ihrem Haushalt berühren.
  • Reinigen Sie Futternäpfe sowie Schlafplätze und Käfige von Tieren regelmäßig und gründlich und waschen Sie sich nach dem Kontakt mit Tieren und ihren Sachen die Hände.
  • Verwenden Sie für die Reinigung der Küche sowie des Bades (insbesondere der Toilette) stets zwei oder drei verschiedene Lappen und niemals nur ein Putztuch.
  • Nach dem Gebrauch sollten Putztücher, Wischmop und weitere Utensilien gut und schnell trocknen können, damit sich durch die feuchte Umgebung keine Bakterien vermehren.

Wichtig: Obwohl es zahlreiche Tipps gibt, die sich auf die eigene Hygiene oder die Haus-Hygiene beziehen, so muss ein Zuhause natürlich keinesfalls keimfrei sein. Es ist daher auch nicht notwendig, antibakterielle Produkte oder Desinfektionsmittel zu verwenden. Eine einfache, aber gründliche und regelmäßige Reinigung mit handelsüblichen Putzmitteln, ist dagegen effektiv genug.