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Vortrag: So geht es zurzeit den Bienen in Deutschland

Vortrag : So geht es zurzeit den Bienen in Deutschland

Sterben die Bienen in Deutschland ? Und wenn die Bienen sterben, stirbt dann auch der Mensch ? Stimmt dieser Albert Einstein in den Mund gelegte Spruch ?

In seinem Vortrag "Bienen und Imkerei in Deutschland" wird Dr. Christoph Otten, Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen in der Eifel und einer der renommiertesten Bienenexperten in Deutschland die aktuelle Situation darstellen. Die in Mayen gesammelten und ausgewerteten Daten zeigen, dass es den Bienen und den Imkern in Deutschland relativ gut geht.

Die Völkerverluste während der Wintermonate liegen bei etwa 15 Prozent und damit im Normalbereich. Das in den Medien immer wieder zitierte Bienensterben lässt sich durch die aktuellen Zahlen nicht belegen. Im Gegenteil, die Zahl der Imker stieg in den letzten Jahren deutlich an. Vor allem auch jüngere Menschen interessieren sich zunehmend für die Imkerei. Die Zahl der Mitglieder in den Imkervereinen wächst im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen stetig.

Viele Menschen sehen in der Bienenhaltung ein ökologisch sinnvolles, naturnahes Hobby, das sich mit einem überschaubaren Zeitaufwand durchführen lässt und den Imker mit einer reichen Honigernte belohnt. Richtig ist, dass sich die Imker in den zurückliegenden Jahren auf neue Gegebenheiten einstellen mussten: Auf die für Bienen ungünstig gewordenen Bedingungen in der industrialisierten Landwirtschaft (blütenarme Monokulturen und massiver Pestizideinsatz) und auf den aus Indochina eingeführten Bienenparasit Varroa destructor.

Sie mussten lernen, mit geeigneten Medikamenten ihre Völker vor dieser Milbe zu schützen, die seit den 1980-iger Jahren die Bienenvölker weltweit bedroht. Heute stehen dafür effektive und von den Imkern erfolgreich eingesetzte Behandlungsmethoden zur Verfügung. In Wuppertal gibt es heute rund 300 Imker, die in verschiedenen Vereinen z.B. in Cronenberg, Vohwinkel oder Barmen organisiert sind. Mit der modernen Magazinimkerei kann man in unserer Region mit rund 25 kg Honig pro Volk und Jahr rechnen.

Der Vortrag findet statt am Dienstag, dem 8. November 2016 um 19:30 Uhr im Hörsaal 11 der Universität (Eingang gegenüber dem Haupteingang des Campus Grifflenberg, Gaußstraße 20). Der Eintritt zum Vortrag ist frei.